Condor, D-ATCG

Condor, D-ATCG

In der Regel ist ein Flugzeug von Condor ja nicht besonders am Hamburger Flughafen. In der aktuellen Luftfahrtkrise, ausgelöst durch das Coronavirus, allerdings schon. Denn bislang fliegen nur noch wenige Airlines den Airport täglich an. Umso mehr ist auch der Grund der Landung von gleich zwei Condor Flugzeugen am gestrigen Abend interessant.

Die Airbus A321 mit den Kennung D-ATCG und D-ATCF landeten am gestrigen Abend vom Flughafen Bukarest-Otopeni (OTP) in Rumänien aus in Hamburg. Beide Flugzeuge brachten dringend benötigte Erntehelfer, die durch die aktuelle Situation nur durch eine Sonderregelung per Flugzeug einreisen dürfen. Am heutigen Vormittag flog D-ATCG erneut nach Rumänien zum Flughafen Cluj (CLJ). Allerdings mit einer zweistündigen Verspätung.

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D-ATCG at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Der etwas mehr als sechs Jahre alte Airbus A321-211(SL) wurde am 5. März 2014 in Finkenwerder (XFW) an Germania als D-ASTE übergeben. Nach der Insolvenz von Germania übernahm am 16. Mai des vergangen Jahres Condor den Airbus, der aktuell 215 Passagieren Platz bietet. Anders als die meisten Condor Flugzeuge trägt D-ATCG allerdings nicht die typisch gelb-weiße Lackierung, sondern beschränkt sich auf ein komplett weißes Erscheinungsbild mit dem Condor Logo im Leitwerk und den Schriftzügen auf dem Rumpf. Ursprünglich wurde das Flugzeug bei Condor von Thomas Cook Aviation betrieben. Dies erklärt auch einen Teil der Registrierung. Das „TC“ in der Kennung steht/stand dabei für „Thomas Cook“. Nach deren Insolvenz trägt der A321 aber weiterhin die Kennung D-ATCG.

Azul Linhas Aéreas Brasileiras, D-AYAY (PR-YJC)

Azul Linhas Aéreas Brasileiras, D-AYAY (PR-YJC)

Lediglich jeweils acht Landungen und Starts von Linienflügen fanden am heutigen Tag in Fuhlsbüttel statt. Eine traurige Statistik, die allerdings der aktuellen Krise zu Grunde liegt, die nahezu die komplette Luftfahrtindustrie stilllegt. Auch der Flugzeugbauer Airbus verkündete jüngst seinen Betrieb in den Werken in Stade und Bremerhaven temporär zu pausieren. Am heutigen frühen Abend absolvierte dennoch ein Airbus A321-251NX seinen Erstflug von Finkenwerder aus. Das Flugzeug das später als PR-YJC für die brasilianische Azul Linhas Aéreas Brasileiras fliegen wird, absolvierte seinen etwas weniger als zwei Stunden dauernden Erstflug größtenteils über der Nordsee. Zum Ende vollzog der Zweistrahler dann noch den obligatorischen Low Approach in Fuhlsbüttel, diesmal über die Bahn 05. Kurioserweise landete die Maschine mit der Testkennung D-AYAY dann aber in entgegengesetzter Richtung über die Bahn 23 wieder in Finkenwerder.

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D-AYAY at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Nach seiner Auslieferung an Azul wird der Airbus neben der Kennung PR-YJC auch den Taufnamen „Sucesso Azul“ erhalten. Dieser kann bereits unter der Cockpitsektion auf dem Rumpf des A321neo begutachtet werden. Angetrieben wird das Mittelstreckenflugzeug von zwei CFMI LEAP-1A32 und wird insgesamt 214 Passagiere Platz bieten können. Für die brasilianische Airline wird dies erst der dritte Airbus A321neo sein. Allerdings betreibt Azul neben zehn Airbus A330, zwei Airbus A321, zwei Boeing 737, 33 ATR42/72 und 53 Embraer ERJ-190 bereits 40 Airbus A320neo.

Asiana Airlines, D-AVXR (HL8371)

Asiana Airlines, D-AVXR (HL8371)

Am heutigen Nachmittag hob der zweite Airbus A321neo für die südkoreanische Asiana Airlines erneut in Finkenwerder (XFW) ab. Diesmal begab sich der Zweistrahler auf einen knapp einstündigen Testflug. Seinen Erstflug absolvierte das neue Mittelstreckenflugzeug mit der Testkennung D-AVXR (später HL8371) vor fünf Tagen.

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D-AVXR at Hamburg – Finkenwerder
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Nach seiner Auslieferung in einigen Tagen/Wochen wird der Airbus A321-251NX die Registrierung HL8371 erhalten, sowie acht Gästen in der Business- als auch 180 Passagieren in der Economy-Class Platz bieten. In der Flotte der Asiana Airlines gesellt sich das Flugzeug mit der Baunummer (MSN) 9226 zu einer breiten Mischflotte. So zählen neben sechs Airbus A320, 18 Airbus A321 (davon eine „neo“-Variante), 15 Airbus A330, 11 Airbus A350 und sechs Airbus A380, auch 13 Boeing 747, sieben Boeing 767 und 9 Boeing 777 zur bunt gemischten Flotte der Airline aus Südkorea.

Airbus, D-AVXA

Airbus, D-AVXA

Am späten Nachmittag stattete die nächste Rarität dem Airport in Fuhlsbüttel einen Besuch ab. Über die Bahn 15 schwebte mit D-AVXA der allererste Airbus A321neo ein und absolvierte einen Low Approach bevor er nach Finkenwerder (XFW) weiterflog. Dabei fiel nicht nur die Airbuswerkslackierung am Flughafen auf, sondern auch eine außergewöhnliche Hybridlackierung. Denn die Triebwerke und Winglets des Zweistrahlers sind aktuell in den Farben der vietnamesischen VietjetAir lackiert.
So ungewöhnlich wie die Lackierung war auch das Routing. Vom Flughafen Dresden (DRS) startete der Airbus A321-271N Richtung Norden und absolvierte über Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ein Programm, das dem eines Erstflugs sehr ähnlich sah. Seit Juni des vergangenen Jahres stand der Airbus zudem in Dresden nachdem er von Toulouse dorthin überführt wurde.

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D-AVXA at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Der vier Jahre alte Airbus A321 ist der erste jemals gebaute A321neo und fungierte bislang im Airbuskonzern als Testflugzeug. Seinen Erstflug absolvierte er am 9. März 2016. Angetrieben wird das Flugzeug mit der dauerhaften Testkennung D-AVXA von zwei Pratt & Whitney PW1133G. Offenbar stehen die bereits lackierten Triebwerke und Winglets on Zusammenhang mit einer bevorstehenden Auslieferung an VietjetAir.

Air Busan, D-AVZT (HL8366)

Air Busan, D-AVZT (HL8366)

Das Airbus-Werk in Finkenwerder ist immer wieder für einige exotische Airlines gut. So zeigte sich heute der erste Airbus A321-251NX der südkoreanischen Air Busan. Der Zweistrahler mit der zukünftigen Kennung HL8366 absolvierte bereits am 4. März seinen Erstflug, brach jedoch diesen Versuch, offenbar auf Grund von technischen Problemen ab. Zwei Tage später erfolgte dann der nächste, diesmal erfolgreichere, Testflug. Heute wurde der A321neo bereits zum Delivery Centre geschleppt, was darauf hindeutet, dass er nach dem Customer Acceptance Flight wohl bald ausgeliefert werden dürfte.

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D-AVZT at Hamburg – Finkenwerder
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Der Airbus A321neo wird nach seiner Auslieferung der erste Airbus A321NX in der Flotte der Air Busan sein und auch seine aktuelle Testregistrierung D-AVZT gegen die dann korrekt (HL8366) eintauschen. Dabei erhält der Airbus mit der Werksnummer (MSN) 9234 die neo-typischen CFMI LEAP-1A32 Triebwerke.
Aktuell betreibt die Airline aus Asien, die seit Oktober 2008 aktiv fliegt, eine 26 Flugzeuge umfassende Flotte. Acht Flugzeuge sind davon Airbus A320-200, 18 Stück entfallen auf das Modell Airbus A321-200. Die Billigairline ist ein Ableger der Asiana Airlines und gehört zur Kumho Asiana Group.

Chongqing Airlines, D-AVYM (B-30E8)

Chongqing Airlines, D-AVYM (B-30E8)

Bei schönstem Sonnenschein besuchte am Vormittag ein Airbus A321-253NX der chinesischen Chongqing Airlines auf einem Testflug den Hamburger Flughafen. Eigentlich war der Besuch in Form eines Low Approachs bereits zwei Tage zuvor geplant gewesen, allerdings brach der Zweistrahler mit der Testkennung D-AVYM seinen Erstflug nach weniger als einer Stunde ab. Auf seinem zweiten diesmal länger als eine Stunde dauernden Testflug, setze der A321neo über die Bahn 23 für das obligatorisch tiefe Überfliegen der Runway mit anschließendem Durchstarten an. Danach kehrte der Airbus nach Finkenwerder (XFW) zurück.

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D-AVYM at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Der Airbus A321NX mit der Baunummer (MSN) 9008 wird in einigen Tagen/Wochen an die chinesische Chongqing Airlines übergeben, deren Logo verdächtig ähnlich dem eines Getränkeherstellers aussieht. Dort erhält das Flugzeug die Kennung B-30E8. In der bislang reinen Airbus Flotte der Airline wird B-30E8 der erst zweite Airbus A321neo werden. Alle bestellten Mittelstreckenjets des Typs A321 der Airline werden die „Cabin Flex Option“ (NX) erhalten. Als Triebwerke wurden zwei CFM International LEAP-1A33 gewählt.

Philippine Airlines, D-AZAO (RP-9938)

Philippine Airlines, D-AZAO (RP-9938)

Für ein wenig Exotik sorgte am Nachmittag mit D-AZAO, die zukünftige RP-9938, ein Airbus A321-271NX der Philippine Airlines, am Hamburger Flughafen. Der Zweistrahler setzte nach einem knapp zweistündigen Erstflug zum obligatorischen Low Approach in Fuhlsbüttel an. Dies geschah über die Bahn 23, die sie nahezu kompletter Länge in niedriger Höhe überflog. Am Ende der Bahn startete der Zweistrahler durch und kehrte nach Finkenwerder (XFW) zurück.

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D-AZAO at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Das Flugzeug mit der Baunummer (MSN) 9087 wird in einigen Tagen/Wochen an die philippinische Airline ausgeliefert und dort die Kennung RP-9938 erhalten. Dort ist sie bereits der achte Airbus A321neo, jedoch erst der zweite A321NX (Cabin Flex Option) in der Flotte. Angetrieben wird der Mittelstreckenjet von zwei Pratt & Whitney PW1133G.

Turkish Airlines, TC-JTR

Turkish Airlines, TC-JTR

Bereits seit einigen Monaten fliegt eine Sonderlackierung für das türkische „Teknofest“ in Istanbul auf einem Airbus der Turkish Airlines. Der Airbus A321-231 mit der Kennung TC-JTR bewirbt dabei das Technologie- und Luftfahrtfestival in Istanbul auf seinem Rumpf. Am Vormittag landete der Zweistrahler aus der türkischen Hauptstadt Istanbul kommend über die Landebahn 15. Am Mittag flog der Airbus über die Bahn 23 wieder ab.

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TC-JTR at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Der drei Jahre alte Airbus A321 wurde am 31. Januar 2017 in Finkenwerder (XFW) an Turkish Airlines übergeben. Diese betreibt das Mittelstreckenflugzeug mit 20 Sitzplätzen in der Business- und 158 Sitzen in der Economy-Class. Die Sonderlackierung zum „Teknofest“ trägt das Flugzeug mit der Registrierung TC-JTR seit September 2019.

Condor, D-AIAG

Condor, D-AIAG

Beinahe wäre es vor einigen Monaten um eine der größten deutschen Airlines geschehen gewesen. Eine unmittelbare Gefahr scheint aktuell für Condor zwar gebannt, doch die Pleite der Konzernmutter Thomas Cook geht nicht spurlos an der Airline vorbei. So verschwinden nach und nach die Thomas Cook-Titel vom Rumpf der Flugzeuge und auch das charakteristische Herz auf dem Leitwerk wird verschwinden und durch das Firmenlogo mit dem Kondor ersetzt. Bei einigen Boeing 757 und Boeing 767 ist dies bereits geschehen. Auf dem Airbus A321 trägt bis jetzt nur ein Airbus das angepasste Farbschema: D-AIAG. Der Airbus A321-211(WL) operiert seit gestern von Fuhlsbüttel aus. Durch die Pleite der Thomas Cook verbleiben aktuell vier A321 in der Flotte der Condor.
D-AIAG landete am späten Mittag aus dem türkischen Antalya (AYT) kommend über die Bahn 23 in Hamburg.

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D-AIAG at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Der mehr als vier Jahre alte Airbus A321 wurde am 8. Mai 2015 in Finkenwerder (XFW) an Condor ausgeliefert. Aktuell fasst der Zweistrahler mit der Registrierung D-AIAG 220 Passagiere.

STARLUX Airlines, D-AZAJ (B-58203)

STARLUX Airlines, D-AZAJ (B-58203)

Auch das Airbuswerk in Finkenwerder erwacht langsam aus seinem Winterschlaf. Aktuell nehmen die nahezu eingestellten Flugbewegung über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel wieder zu. Dazu gehörte am heutigen Mittag auch der Erstflug der zukünftigen B-58203 der taiwanesischen STARLUX Airlines. Der Airbus A321-252NX absolvierte seinen Erstflug größtenteils über Mecklenburg-Vorpommern. Wider Erwarten setzte der Zweistrahler gegen Ende des mehr als zweistündigen Fluges nicht zum Low Approach in Fuhlsbüttel an, sondern vollführte diesen obligatorisch letzten Teil des Erstflugs in Rostock-Laage (RLG).

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D-AZAJ at Hamburg – Finkenwerder
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Der Airbus A321neo wird nach seiner Auslieferung in einigen Tagen erst der dritte A321NX und auch erst das dritte Flugzeug überhaupt in der Flotte der STARLUX Airlines werden. Bislang wurden erst zwei weitere Airbus A321 an die Fluggesellschaft ausgeliefert. Nach seiner Auslieferung wird B-58203 seine aktuelle Testkennung, D-AZAJ, verlieren und 188 Passagieren in zwei Klassen Platz bieten. Dabei wird das Mittelstreckenflugzeug von zwei CFMI LEAP-1A30 angetrieben.
Mittelfristig will die Airline, die erst in einigen Wochen den Betrieb aufnehmen wird, auch mit 17 Langstreckenjets des Typs Airbus A350 expandieren. Dabei werden neun Flugzeuge auf die -900er Version und acht auf die -1000er Version des A350 entfallen. Eine Option für zehn weitere A350 hat sich STARLUX Airlines ebenfalls bei Airbus gesichert. Neben dem heutigen dritten A321neo sind noch sieben weitere bestellt.

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