Volga-Dnepr, RA-82043

Volga-Dnepr, RA-82043

Mehr als ein Jahr müsste nun schon der letzte Besuch einer Antonov An-124 am Hamburger Flughafen zurückliegen. Am gestrigen Abend landete mit RA-82043 eine Antonov An-124-100 der russischen Volga-Dnepr in Fuhlsbüttel. Das reine Cargoflugzeug kam dabei ursprünglich aus dem chinesischen Nanjing (NKG), legte jedoch auf dem Weg nach Hamburg je einen Zwischenstopp in den russischen Städten Krasnoyarsk (KJA) und Moskau (DME) ein. In der Nacht wurde der Vierstrahler wohl be- und entladen, sodass er am Vormittag seinen Weg fortsetzen konnte. Dieser führt die Antonov über den Atlantik zum New Yorker Flughafen Stewart International (SWF).

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RA-82043 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Die 30 Jahre alte An-124 wurde im Jahre 1990 gebaut und am 31. Oktober 1991 an Volga-Dnepr ausgeliefert, zunächst noch mit der sowjetischen Kennung CCCP-82043. Erst im November 1992 erhielt sie ihre heutige Registrierung RA-82043. Insgesamt betreibt die russische Volga-Dnepr 12 Flugzeuge dieses Typs.

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RA-82043 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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South African Airways, ZS-SDF

South African Airways, ZS-SDF

Nachdem wir bereits am Montag auf eine Auslieferung am heutigen Tag spekuliert hatten (siehe erster Bericht), bewahrheiteten sich am Vormittag die Vermutung. ZS-SDF, der neuste Airbus A350 für South African Airways, hob um kurz nach 11 Uhr im strömenden Regen in Finkenwerder ab, um direkt weiter nach Johannesburg (JNB) zu fliegen. Der A350-941 wird dabei mehr als 10 Stunden für die mehr als 9.000km lange Strecke benötigen.

Das Leitwerk und den Rumpf zieren nun die Farben und die Titles der südafrikanischen Airline, die trotz der prekären finanziellen Lage den Airbus heute übernahm.

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ZS-SDF at Hamburg – Finkenwerder
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Der heutige Airbus A350 dürfte der vorerst letzte für South African Airways sein, denn die Airline hatte dieses Jahr beschlossen insgesamt vier zweistrahlige Langstreckenjets von Airbus einzuflotten. Somit dürfte es nun schwerer werden einen A350 in den bunten Farben der Airline in Deutschland abzulichten. Denn bislang setzt die Airline noch den Airbus A340 auf ihrer Strecken nach Frankfurt (FRA) und den Airbus A330 auf der Strecke nach München (MUC) ein.

 

Air Dolomiti, I-ADJW

Air Dolomiti, I-ADJW

In der Regel fliegt die italienische Air Dolomiti den Hamburger Flughafen überhaupt nicht an. In der Vergangenheit ist es jedoch höchst selten vorgekommen, dass ein regulärer Lufthansa Flug aus München mit einem Flugzeug aus der LH-Tochtergesellschaft durchgeführt wurde. So auch am heutigen Abend, als mit I-ADJW eine Embraer ERJ-195LR (ERJ-190-200 LR) der Air Dolomiti als LH2080 über die Bahn 23 in Fuhlsbüttel landete.

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I-ADJW at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Die gut 10,5 Jahre alte ERJ-195LR wurde am 26. Juni 2009 im brasilianischen Sao Jose Dos Campos (SJK) an die damalige Lufthansa-Tochtergesellschaft Augsburg Airways ausgeliefert. Der Regionaljet bediente im Auftrag der Lufthansa Regional diverse Ziele in Europa. Mit dem Ende der Augsburg Airways übernahm die Lufthansa CityLine die Embraer, die ebenfalls im Auftrag für Lufthansa Regional flog. Am 23. Dezember des vergangenen Jahres wurde das Flugzeug zunächst außer Dienst gestellt, ehe es am 24. Januar diesen Jahres von Air Dolomiti übernommen wurde. Seitdem trägt die ERJ-195LR die Kennung I-ADJW. Seit ihrer Auslieferung bietet der Zweistrahler zudem 116 Passagieren Platz.

Air Baltic, YL-CSJ

Air Baltic, YL-CSJ

Dass litauische Air Baltic anstatt ihrer Bombardier DHC-8-402Q Dash 8 mal einen Airbus A220 an den Hamburger Flughafen schickt, kommt schon selten genug vor. Dass dieser dann sogar noch einer der drei sonderlackierten Zweistrahler ist, ist bislang nur einmal vorgekommen (wir berichteten). Am heutigen Abend landete mit YL-CSJ jedoch der Airbus A220-300 in der „Estonian Flag“-Sonderlackierung in Fuhlsbüttel. Der A220 landete dabei über die Bahn 23 und parkte auf der Außenposition 61 auf dem Vorfeld 1. Auf Grund der fast 30 Minuten verfrühten Landung, flog der Airbus keine Stunde später wieder zurück nach Riga (RIX).
Die drei Sonderlackierungen der Air Baltic zeigen alle die Flaggen eine Flagge eines baltischen Landes. So gibt es neben der heutigen Estland-Lackierung auch noch die von Litauen und Lettland.

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YL-CSJ at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Der erst knapp 1,5 Jahre alte Airbus A220 wurde am 19. Juli 2018 im kanadischen Montreal (YMX) an Air Baltic übergeben. Seine Sonderlackierung erhielt das Flugzeug ein Jahr später, also Mitte diesen Jahres. Aktuell fasst die Kabinenkonfiguration von YL-CSJ 145 Gäste in einer Klasse.

SunExpress, TC-SNU

SunExpress, TC-SNU

Bereits einige Male gab es die „Shaun das Schaf – UFO Alarm“-Sonderlackierung am Hamburger Flughafen zu sehen. Allerdings flog die Boeing 737-8HC(WL) der türkischen SunExpress fast einen Monat nicht, was die Möglichkeit offenbarte, dass diese Lackierung schon wieder von TC-SNU verschwunden sein könnte. Grund hierfür waren umfangreiche Wartungsarbeiten an dem Flugzeug.
Am heutigen Mittag bewies der Zweistrahler jedoch das Gegenteil. Aus dem türkischen Antalya (AYT) kommend, landete die Boeing über die Bahn 23 in voller Sonderlackierung in Fuhlsbüttel.

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TC-SNU at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Die etwas über neun Jahre alte Boeing 737 wurde am 8. November 2010 im amerikanischen Renton (RNT) an SunExpress übergeben. Angetrieben von zwei CFMI CFM56-7B26 bietet sie 189 Passagieren Platz. Die „Shaun das Schaf“-Sonderlackierung trägt die TC-SNU seit September diesen Jahres, passend zum zeitgleichen Kinorelease des gleichnamigen Films.

Wizz Air, HA-LTD

Wizz Air, HA-LTD

Für ein wenig Farbe am Abend sorgte die Sonderlackierung der HA-LTD der ungarischen Wizz Air. Mit mehr als einer Stunde Verspätung landete der Airbus A321-231(WL) am Hamburger Flughafen. Dabei benutzte er die Landebahn 23. Gestartet war der Airbus zuvor in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje (SKP).
Die Sonderlackierung zeigt eine große „100“ auf Rumpf und Leitwerk. Diese steht für das einhundertste Airbusflugzeug in der Flotte der Wizz Air, das HA-LTD zu dem damaligen Zeitpunkt darstellte.

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HA-LTD at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Der mehr als 1,5 Jahre alte Airbus A321 wurde am 24. Mai 2018 in Finkenwerder an Wizz Air übergeben. Dort erhielt das mit zwei International Aero Engines IAE V2533-A5 versehene Flugzeug die Kennung HA-LTD, Platz für 230 Passagiere und die „100th Airbus“-Sonderlackierung. Mittlerweile umfasst die Flott der ungarischen Billigfluglinie 110 Flugzeuge der Muster A320 und A321.

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HA-LTD at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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SAS Scandinavian Airlines, D-AXAJ (SE-ROU)

SAS Scandinavian Airlines, D-AXAJ (SE-ROU)

In jüngerer Vergangenheit haben viele Airlines ihren Flugzeugen ein zeitgemäßeres Aussehen in Form einer neuen Lackierung gegeben. So wurden unter anderem beispielsweise die Lackierungen der Lufthansa, Aer Lingus und Austrian Airlines modernisiert. Vor einigen Wochen veröffentlichte die skandinavische SAS Scandinavian Airlines ihre neue Lackierung. Nachdem bereits mindestens ein Airbus A320 und A320neo unterwegs sind und ein Airbus A350 in dieser neuen Farbgebung geliefert wurde, hob heute zum ersten Mal ein Airbus A320-251N in Finkenwerder im modernisierten Farbkleid ab. Das Flugzeug mit der Testkennung D-AXAJ, später SE-ROU, flog dabei über Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Zum Ende des knapp 2,5 stündigen Testflugs setzte der Zweistrahler in Fuhlsbüttel zum obligatorischen Low Approach an, ehe es zurück zum Werksgelände nach Finkenwerder ging.

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D-AXAJ at Hamburg – Finkenwerder
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Angetrieben von zwei CFMI LEAP-1A26 wird SE-ROU in einigen Tagen ausgeliefert und gesellt sich zu den mittlerweile mehr als 40 Airbus A320neo in der Flotte der SAS. Insgesamt sind wohl bis Ende 2023 mindestens 80 Flugzeuge der sparsamen Version des A320 in der Flotte der SAS zu finden. SE-ROU wird dabei 180 Passagieren in einer Klasse Platz bieten und den Taufnamen „Liv Viking“ erhalten.

Die neue Lackierung unterscheidet sich durch das angepasste Farbschema auf dem Leitwerk, welches nun auch einen Teil des hinteren Rumpfs bedeckt. Ferner sind auch die silbernen Titel größer geworden und die Triebwerke nicht mehr rot, sonder silbern mit einem blauen Kranz lackiert. Auch die Fahnen der skandinavischen Länder, Schweden, Dänemark und Norwegen wandern von vorderen Rumpf nach hinten und werden besser sichtbar dargestellt.

Air Mauritius, ZS-SDF

Air Mauritius, ZS-SDF

Zunächst mit lackiertem Air Mauritus Leitwerk und keinen Titeln kam am heutigen Mittag, kurz nach der Avro RJ100 am Hamburger Flughafen, ein Airbus A350-941 der Air Mauritius in Finkenwerder (XFW) an. Der zweistrahlige Langstreckenjet startete mehr als zwei Stunden zuvor im französischen Toulouse (TLS).

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ZS-SDF at Hamburg – Finkenwerder
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Die Strecken führte den schon mit südafrikanischer Registrierung versehenen und unter South African Airways Flugnummer fliegenden Airbus über Frankreich, Großbrittanien und die Niederlande. Die südafrikanische Kennung ist auch der Grund des Besuchs in Finkenwerder, denn dort erhält der A350 mit der Registrierung ZS-SDF das Leitwerk und die Titel der South African Airways. Denn wie auch schon ZS-SDE vor einigen Tagen (wir berichteten) geht der Airbus in ein paar Tagen zunächst der Flotte der südafrikanischen Staatsairline zu, die den A350 von Air Mauritius least. Falls in der gleichen Geschwindigkeit die Arbeiten erledigt werden können wie beim Airbus vor einigen Tagen, so wäre es am Samstag möglich einen A350 in South African Airways Farben in Finkenwerder zu bestaunen.

JOTA Aviation, G-JOTS

JOTA Aviation, G-JOTS

In der Vergangenheit gab es diesen Flugzeugtyp häufiger am Hamburger Flughafen. Unter anderem die Lufthansa, Swiss, Brussels Airlines und CityJet schickten bis vor vielen Monaten regelmäßig den kleinen regionalen Vierstrahler nach Fuhlsbüttel. Mit G-JOTS landete am heutigen Mittag eine British Aerospace Avro RJ100 der britischen JOTA Aviation über die Bahn 23. Das auch liebevoll „Jumbolino“ (in Anlehnung an die ebenfalls vierstrahlige Boeing 747) genannte Flugzeug kam dabei vom Flughafen Karlsruhe (FKB). Nach einem einstündigen Aufenthalt auf APRON 1, flog G-JOTS weiter zum Londoner Flughafen Southend Airport (SEN).

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G-JOTS at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Die mehr als 20 Jahre alte Avro RJ100 wurde am 30. Juli 1999 im britischen Woodford (EGCD) an die belgische Delta Air Transport ausgeliefert. Am 15. Februar 2002 übernahm zunächst die ebenfalls belgische SN Brussels Airlines, bevor mehr als fünf Jahre später die Avro schließlich von Brussels Airlines betrieben wurde. Seit der Auslieferung fasst die Kabinenkonfiguration 97 Passagiere. Bei JOTA Aviation, wo die heutige G-JOTS seit dem 29. März 2017 fliegt, wird entweder bereits erwähnte Konfiguration oder eine luxuriösere 58 Gäste fassende Konfiguration verwendet.

RubyStar, EW-484TI

RubyStar, EW-484TI

Ein Großteil des Verkehrs in Finkenwerder (XFW) sind selbstverständlich Airbus Flugzeuge. Jedoch kommt es selten vor, dass auch einmal ein Fluggerät eines anderen Herstellers beim Airbuswerk landet und/oder startet.
Mit EW-484TI landete am heutigen Abend eine Antonov An-12B der weißrussischen RubyStar im Süden von Hamburg und sorgte damit für ein absolutes Highlight im Dunkeln. Denn das Transportflugzeug mit vier Propellerturbinentriebwerken ist mittlerweile knapp 50 Jahre alt und nur noch sehr wenig an Flughäfen anzutreffen. Gestartet war die Antonov in der nordirischen Hauptstadt Belfast (BFS) und benötigte für die etwas mehr als 1.000km lange Strecke etwas mehr als zwei Stunden.

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EW-484TI at Hamburg – Finkenwerder
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Ausgeliefert wurde die An-12B bereits im Januar 1969 (!) an die sowjetischen Luftstreitkräfte. Bis ins Jahr 1992 verrichtete das Transportflugzeug dort seine Dienste, ehe es nach 12 (!) weiteren Betreiberstationen am 19. November 2016 zur Flotte der weißrussischen RubyStar stieß und dort die Kennung EW-484TI erhielt.
Von den insgesamt 1.248 eigentlich vornehmlich fürs Militär produzierten Antonov An-12 sind nur noch ein Bruchteil im aktiven Einsatz. Gerade die Häufung von Unfällen in den letzten Jahren führten dazu, dass die Antonov An12 nicht mehr jeden Luftraum durch- oder anfliegen darf. Auch das Alter erschwert einen wirtschaftlichen Betrieb der Antonov An-12 immer mehr.

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