Saudi Royal Flight, HZ-124

Saudi Royal Flight, HZ-124

Fast in Vergessenheit geraten, aber dennoch am Leben. Seit mehr als zwei Jahren stand nun HZ-124, der Airbus A340-213 der Saudi Royal Flight bei der Lufthansa Technik (LHT) zur Wartung. In der Dunkelheit des 23. Dezember 2019 setzte der Vierstrahler damals in Fuhlsbüttel auf und rollte in Richtung der Hallen (hier gehts zum Artikel). In der Folge wurde es still um den ältesten aktuell aktiven Airbus A340. Am 12. Februar 2020 wurde er letztmalig außerhalb der Hallen der LHT gesehen und verschwand dann für eine lange Zeit. Die Maschine mit der Baunummer (MSN) 004 soll sich in einem miserable Zustand befunden haben und die Techniker und Mitarbeiter der Lufthansa Technik taten in den vergangen zwei Jahren alles, um das Langstreckenflugzeug wieder auf Vordermann zu bringen. Vor einigen Wochen verließ das Flugzeug dann erstmalig die Hallen wieder und zeigte sich ausserhalb auf dem Gelände.
Am heutigen Mittag war es dann soweit. Um nun nach umfangreichen Arbeiten an und in der Maschine sie im neuen Glanz erstrahlen zu lassen, rollte der Airbus vom Gelände der LHT. Einige Minuten später hob der A340-213 über die Startbahn 33 ab und nahm Ziel auf das irische Dublin (DUB). Dort erhält er in den kommenden Wochen eine neue Lackierung, ehe er nach Fuhlsbüttel zurückkehren wird.

Aviation photo
HZ-124 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

HZ-124 ist dabei wohl mittlerweile eine absolute Rarität. Nicht, dass es sich nur um den aktuell ältesten aktiven Airbus A340 mit seinen knapp 30 Jahren handelt, mit lediglich 28 gebauten Exemplaren ist die -200 Variante des ehemaligen Airbus Flaggschiffs auch rein vom Vorkommen her rar. Gerade einmal ca. fünf bis sechs Flugzeugen der kürzesten Version des A340 sind überhaupt noch aktiv. Zum ersten Mal hob das Großraumflugzeug, das von Anfang an für die Regierung Saudi-Arabiens bestimmt war, am 1. April 1992 im französischen Toulouse (TLS) ab. Übergeben wurde es jedoch fast fünf Jahre später erst, am 28. Februar 1997. Seitdem trägt die Maschine auch die, zugegebenermaßen etwas antiquiert wirkende, aktuelle Lackierung. Lediglich die Betreiber wechselten zweimal in den folgenden Jahren, flogen jedoch immer für die Scheichs und Oberhäupter des Wüstenstaats. Im Oktober 2012 betrieb für knapp zwei Jahre Al-Atheer Aviation den Airbus mit VIP-Konfiguration, ehe im September 2014 dann Saudi Royal Flight sich dem A340 annahm.

Qatar Amiri Flight, A7-AAH

Qatar Amiri Flight, A7-AAH

Eine längere Zeit machte die Regierungsairline Qatar Amiri Flight einen Bogen um den Hamburger Flughafen, waren doch ihre Flugzeuge in der Vergangenheit häufige Gäste bei der Lufthansa Technik (LHT). Doch seit dem Jahre 2019 kam keine Maschine der Flotte mehr zur Wartung bei der LHT. Die Gründe scheinen vielfältig, doch stellte der Besuch der A7-HHE, eine Boeing 747-8 der Fluggesellschaft, den letzten Besuch hier in Hamburg dar (wir berichteten). Danach wurde es still um die doch recht große, 14 Flugzeuge umfassende Flotte des Emirats am Persischen Golf.
Mit A7-AAH scheint dieser Bann nun gebrochen worden zu sein, denn am heutigen Nachmittag schwebte der Airbus A340-313 über die Landebahn 23 in Fuhlsbüttel ein. Der Vierstrahler war zuvor vom nicht öffentlichen Teil es Doha International Airport (DIA), gestartet und erhält in den Hallen der LHT eine Wartung.

Aviation photo
A7-AAH at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Die staatliche Charter-Fluggesellschaft Katars ist ausschließlich mit dem Transport der königlichen katarischen Familie und anderer sehr wichtigen Personen des Landes beauftragt. Dazu besitzt die Airline drei Airbus A319(CJ), drei Airbus A320, zwei A330-200 und drei Boeing 747-8, auch je einen Airbus A340-200, -500 und eben mit A7-AHH einen -300. Doch dieser A340-300 flog nicht immer im VIP Dienst des Emirats. Ursprünglich hob die Maschine das erste Mal am 8. April 2003 im französischen Toulouse (TLS) ab, um wenig später an Singapore Airlines ausgeliefert zu werden. Durch die Lufthansa Technik erfolgte bereits im Mai 2013 die Anpassung für China Airlines in Berlin Schönefeld (SXF). Die Airline aus Taiwan übernahm dann am 22. Oktober des selben Jahres das Langstreckenflugzeug. Am 21. März 2006 sicherte sich Mandarin Airlines, ebenfalls aus Taiwan, die Dienste des Airbus. Dort flog das Flugzeug bis zum 6. August 2007, ehe sich in der Folge Qatar Amiri Flight die Dienste des Großraumjets sicherte und ihn mit einer VIP-Kabine ausstattete.

SunExpress, TC-SOI

SunExpress, TC-SOI

Seit Jahren ist die türkische SunExpress nicht mehr vom Hamburger Flughafen wegzudenken. Landeten bisweilen eigentlich immer Flugzeuge der Muster 737-800 des Joint Ventures aus Lufthansa und Turkish Airlines in Fuhlsbüttel, so machte die neue Boeing 737-8 MAX bislang einen Bogen um den Airport. Am heutigen Mittag war es dann soweit. Zum ersten Mal landete die neuste Version des Kassenschlagers Boeing 737 am Flughafen. Die Maschine mit der Kennung TC-SOI setzte über die Landebahn 23 auf und rollte nach der Landung vor das Terminal 1. Der gescholtene Zweistrahler kam vom türkischen Flughafen Antalya (AYT).

Aviation photo
TC-SOI at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Die bald drei Jahre alte 737 MAX hob erstmals am 7. April 2019 in Renton (RNT) ab. Bis zur Auslieferung dieser MAX dauerte es allerdings noch bis Ende des vergangene Jahres. Auf Grund des weltweiten Groundings nach zwei Totalverlusten dieses neuen Flugmusters, verzögerte sich die Auslieferung, da diverse Anpassungen an den Fliegern vorgenommen werden mussten. Erst am 8. Dezember letzten Jahres übernahm SunExpress die Boeing als TC-SOI und überführte der 189-Sitzer mit einem Zwischenstopp in Reykjavik (KEF) nach Antalya.

Titan Airways, G-POWU

Titan Airways, G-POWU

Die britische Titan Airways sieht man nicht allzu häufig an unserem Flughafen in Fuhlsbüttel. In der Vergangenheit bestritt die Charterfluggesellschaft ab Hamburg unter anderem Rückführungsflüge von abgelehnten Asylbewerbern. Am heutigen Morgen landete nun aus London Gatwick (LGW) kommend mit G-POWU ein Airbus A321-211 der Titan Airways am Hamburg Airport. Das komplett weiß lackierte Flugzeug rollte nach der Landung über die Runway 23 über den Taxiway G vorbei am GAT in Richtung der Position 07B auf dem Vorfeld 1.

Aviation photo
G-POWU at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Etwas mehr als zwei Stunden später nahm der Zweistrahler wieder Kurs auf London und flog zurück zum Flughafen Gatwick. Der Grund dieses offensichtlichen Charterauftrags ist uns bislang allerdings nicht bekannt. Die Maschine könnte jedoch dem ein oder anderen bekannt sein, denn nach ihrer Auslieferung am 20. November 2008 flog sie als D-ABCA bis Mitte Dezember 2016 bei Air Berlin. Es folgte ein Arrangement bei Niki bis der Airbus am 12. Dezember 2017 dort außer Dienst gestellt wurde. Erst am 26. April 2018 übernahm Titan Airways den A321 und gab ihm die Kennung G-POWU. Über die Sommermonate des Jahres 2018 bzw. 2019 vermietete Titan den 210-Sitzer an EasyJet bzw. Jet2. Das Flugzeug schaffte es allerdings nicht nur an den Himmel sondern auch auf die große Leinwand. Für den Bollywood-Film “Bell Bottom” erhielt es für die Dreharbeiten im September 2020 im schottischen Prestwick (PIK) eine fiktive Registrierung (VT-EAL), sowie eine “Indian Airlines” Lackierung. Im vergangenen Dezember erhielt der Airbus A321 temporär zudem eine Sonderlackierung “Santas Lapland”. Diese ist jedoch bereits wieder vom Flieger verschwunden.

Flyr, LN-DYI & LN-FGB

Flyr, LN-DYI & LN-FGB

Die Corona-Pandemie steht eigentlich bislang eher für das Aus von Fluggesellschaften, wurde doch die Luftfahrt schwer getroffen von ausbleibenden Buchungen und Reisewarnungen rund um den Globus. Dennoch schafften es einige neue Airlines an den Markt. So gründete sich die norwegische Flyr am 14. August 2020 und nahm offiziell am 30. Juni vergangenen Jahres den Betrieb auf. Geflogen wird bislang mit fünf aktiven Boeing 737-800. Eine weitere soll der Flotte zeitnah zugehen.
Am heutigen Mittag landeten kurz hintereinander gleich zwei Boeing (Kennungen LN-DYI & LN-FGB) der Billigfluggesellschaft mit Sitz in Oslo am Hamburg Airport. Beiden Zweistrahler brachten dabei Urlauber zurück, die sich ihren Kreuzfahrt-Trip durch die norwegischen Fjorde sicherlich anders vorgestellt hatten. Denn am frühen Mittwochmorgen berührte das Expeditionsschiff “Fridtjof Nansen” in der Nähe des norwegischen Hafens Måløy bei schlechtem Wetter und starkem Wind Grund. Das neuste Schiff des Anbieters “Hurtigruten” mit 233 Gäste und 165 Crew-Mitglieder an Bord, war nach Neujahr vom Hamburger Hafen aufgebrochen und wurde nach mehrere Stopps an der norwegischen Küste eigentlich erst am kommenden Sonntag zurück erwartet. Diese Reise fand nun ein jähes Ende und die Passagiere flogen mit den beiden Flyr 737 zurück nach Hause.

Aviation photo
LN-DYI at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Zuerst landete mit LN-DYI eine Boeing 737-8JP(WL) vom norwegischen Flughafen Ålesund (AES) in Fuhlsbüttel. Die etwas mehr als elf Jahre alte Maschine setzte über die Landebahn 23 auf und rollte danach vor das Terminal 1. Die gleiche Registrierung trug das Mittelstreckenflugzeug bereits seit seiner Auslieferung am 13. Oktober 2010 an die ebenfalls norwegische Norwegian Air Shuttle. Im Zuge der Expansion der Airline mit dem Rufzeichen “GREENSTAR” wurde sie am 9. Dezember 2015 die Norwegian Air International transferiert. Diese gab jedoch am 31. Oktober des vergangenen Jahres den Betrieb auf, nachdem Norwegian Air schon längere Zeit in finanzielle Schieflage geraten war. Zuvor wurde die 737 jedoch bereits am 27. August an Flyr abgegeben. Dort bietet sie weiterhin maximal 186 Passagieren Platz.

Aviation photo
LN-FGB at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Wenige Zeit später landete LN-FGB dann die zweite Boeing 737-82R(WL) mit den Passagieren des havarierten Schiffs an Bord in Fuhlsbüttel. Diese etwas mehr als acht Jahre alte Maschine kam ebenfalls vom Flughafen Ålesund und wurde vor dem Terminal 1 abgefertigt. Ursprünglich übernahm jedoch am 22. Juni 2013 die türkische Pegasus den damals werksneuen Flieger, musterte ihn allerdings am 3. Januar 2021 wieder aus. Am 18. Juni des selben Jahres flottete Flyr dann den 189-Sitzer in seiner noch jungen Flotte ein.
Beide Boeing 737 verließen recht zeitnah hinter einander den Hamburger Flughafen wieder und flogen auf Positionierungsflügen wieder zurück an die Basis in Oslo (OSL). Die Expansion der Fluggesellschaft geht derweil weiter. Es wurden insgesamt sechs Boeing 737 MAX 8 beim amerikanischen Flugzeugbauer geordert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen