Airbus Transport International, F-GSTC

Airbus Transport International, F-GSTC

Für Hamburg gehört die Beluga schon zum Inventar, ja man könnte fast meinen sie wohne hier. Zum gewohnten Bild zählen mittlerweile die beinahe täglich mehrfachen Anflüge des speziellen Transportflugzeugs von Airbus auf den Werksflughafen Finkenwerder (XFW), um dort Teile zur Flugzeugfertigung hin zuliefern oder auch Fertigungsmaterialien nach Toulouse (TLS) in Frankreich zu bringen. Was jedoch nicht so häufig vorkommt ist, dass ein Airbus A300B4-608ST (wie die Beluga mit korrekter Typenbezeichnung heißt), am Hamburger Flughafen in Fuhlsbüttel landet. In der Vergangenheit passierte dies meist witterungsbedingt wenn in Finkenwerder schwer oder gar nicht gelandet werden konnte. Am gestrigen Abend setzte allerdings mit F-GSTC die Nummer 3 der großen Transportflugzeuge völlig gewollt am Hamburg Airport auf. Grund hierfür ist offenbar ein Warnstreik gegen Umbaumaßnahmen beim Flugzeugbauer. Mutmaßlich war sich Airbus nicht sicher, ob die Beluga Nummer 3 heute dann Finkenwerder hätten verlassen können und verlegte sie am gestrigen Abend vorsichtshalber auf die nördliche Elbseite.

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F-GSTC at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Am heutigen Mittag hob dann die mehr als 24 Jahre alte Maschine über die Startbahn 23 vom Hamburger Flughafen wieder ab. Das Spezialtransportflugzeug nahm dabei Kurs auf den Airbus-Standort in Toulouse. Ein garantiert nicht alltäglicher Anblick für Viele am Airport. Mittel- und langfristig werden allerdings die ursprünglichen Belugas verschwinden und durch die neuere, größere und effizientere auf einem Airbus A330 basierende Beluga XL ersetzt werden. Die ersten vier Exemplare wurden bereits gebaut, wovon sich aktuell drei bereits in Diensten von Airbus befinden. Die Flugzeugbauer parkt aktuell schon zwei der älteren Airbus A300B4-608ST (Nummer 1 und 2) am französischen Flughafen Bordeaux (BOD). Ob diese nochmal in den aktiven Dienst zurückkehren werden ist uns leider bislang nicht bekannt.

Juneyao Airlines, B-1115

Juneyao Airlines, B-1115

Nach einigen Tagen Pause kam am heutigen Morgen wieder eine Boeing 787-9 Dreamliner an den Hamburger Flughafen. Die Maschine mit der Kennung B-1115 landete um kurz nach 6 Uhr am Morgen und rollte dann auf das Vorfeld 2 um dort wieder entladen zu werden. Wie auch bei allen anderen vorangegangen Flügen brachte der Zweistrahler Fracht aus der chinesischen Metropole Shanghai (PVG) nach Hamburg. Nach drei Stunden am Platz flog das eigentliche Passagierflugzeug wieder zurück nach China.

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B-1115 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Das mehr als drei Jahre alte eigentliche Passagierflugzeug hob erstmals am 26. September 2018 im amerikanischen Everett (PAE) ab und wurde am 18. Oktober des selben Jahres von Juneyao Airlines übernommen. Bereits seit der Auslieferung trägt das Flugzeug mit der Kennung B-1115 wie auch zwei andere Dreamliner in der Flotte der chinesischen Fluggesellschaft eine Sonderlackierung mit einigen Pfingstrosen auf dem hinteren Teil des Rumpfs. Eine zweite Maschine mit dieser Lackierung, Kennung B-20DT, befindet sich aktuell ebenfalls auf dem Weg nach Fuhlsbüttel und wird am späten Nachmittag erwartet. In den kommenden Tagen und Wochen sollen wieder vermehrt Frachtflüge mit Juneyao stattfinden.

Aeroflot – Russian Airlines, RA-89042

Aeroflot – Russian Airlines, RA-89042

Nachdem bereits vor einigen Tagen mehrfach ein Sukhoi Superjet der russischen Rossiya – Russian Airlines am Hamburger Flughafen zu Gast war, reagierte nun auch Aeroflot auf die aktuell sehr dynamischen Buchungs- und Passagierzahlen und schickte am heutigen Mittag ebenfalls einen Sukhoi Superjet 100-95B. Die Maschine mit der Kennung RA-89042 landete mit einer guten Stunde Verspätung vom Hauptstadtflughafen Moskau-Scheremetjewo (SVO) über die Landebahn 23 in Fuhlsbüttel. So setzte zum ersten Mal überhaupt ein Sukhoi Superjet der Aeroflot in Fuhlsbüttel auf. Aktuellen Planungen zur Folge könnte sich in den nächsten Tagen und Wochen diese Flugbewegung wiederholen.

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RA-89042 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Der mehr als sieben Jahre alte Superjet hob erstmals am 5. August 2014 von dem Komsomolsk-on-Amur Flugzeugwerk (UHKD) ab. Am 4. Dezember des selben Jahres übernahm dann Aeroflot das Regionalverkehrsflugzeug und gab ihm neben der Kennung RA-89042 auch den Taufnamen “E. Barabash”, ein sowjetischer Pilot und russischer Pionier in der Entwicklung der Düsentechnologie. In näherer Zukunft soll allerdings die Tochtergesellschaft Rossiya die Sukhoi übernehmen. Dies gilt auch für die anderen verbleibenden 15 Superjets in der Flotte.
Im Mai 2019 erlangte eine Sukhoi Superjet 100-95B traurige mediale Aufmerksamkeit. Die Maschine verunglückte nach einer Luftnotlage bei der Rückkehr auf den Flughafen Moskau-Scheremetjewo. Im Steigflug schlug laut Zwischenbericht der Untersuchungskommission ein Blitz in das Flugzeug ein und setzte Teile der Elektronik u.a. den Autopiloten außer Betrieb. Bei der anschließenden Bruchlandung starben 41 der insgesamt 78 Insassen.

ITA Airways, EI-DTL

ITA Airways, EI-DTL

Lange wund sich die italienische Staatsairline Alitalia mit einem horrenden Schuldenberg und strauchelte immer wieder. Am 15. Oktober diesen Jahres war dann Schluss für die Traditionsfluggesellschaft des Landes. Zeitgleich gingen alle Unternehmenswerte, auch die Flugzeuge, an die neugegründete ITA Airways. Das “ITA” steht dabei für “Italia Trasporto Aereo”. Heute setzte erstmals ein Flugzeug der neugegründeten Fluggesellschaft in Hamburg auf. Die Maschine mit der Kennung EI-DTL suchte sich jedoch nicht das schönste Wetter aus und landete auf einem Charterflug bei starkem Süd-West Wind über die Landebahn 23 am Hamburger Flughafen. Einige Zeit spät flog das Mittelstreckenflugzeug wieder zurück nach Rom (FCO).

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EI-DTL at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Dabei trägt der etwas über 12 Jahre alte und in Toulouse (TLS) gebaute Zweistrahler noch die alte Lackierung der Alitalia. Denn bislang ist noch kein Flugzeug, mit einer Ausnahme einer Sonderlackierung, umlackiert worden. Lediglich ein kleiner Sticker an der Einstiegstür weißt auf die neue Airline hin. In Zukunft soll dann aber wohl auch EI-DTL das neue hellblaue Farbkleid der ITA Airways tragen.

Emirates, A6-EEW

Emirates, A6-EEW

In Zeiten von Flightradar24, und anderen Echtzeit-Positionsdarstellungsdiensten für Flugzeuge, sowie immer mehr Informationen und Vernetzung ist es mittlerweile schwerer geworden am Flughafen wirklich überrascht zu werden. Anders verhielt es sich heute als kurz nach der Landung des Korean Air Lines Jumbos (hier gehts zum Artikel), ein Airbus A380 -861 von Emirates für eine Überraschung sorgte. Denn das doppelstöckige Großraumflugzeug trug sehr zur Verwunderung die neue bunte EXPO-Sonderlackierung der Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sollten eigentlich lediglich drei Vierstrahler diese Lackierung erhalten, so ist A6-EEW nun schon das vierte Flugzeug im bunten Farbkleid. Als EK59 setzte der Airbus über die Landebahn 33 auf.

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A6-EEW at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Verwunderlich ist zudem, dass der knapp acht Jahre A380 erst im September diesen Jahres die Standard-Farben von Emirates erhielt nachdem der Airbus mehr als drei Jahre die grün gepunktete Sonderlackierung zur EXPO 2020 trug. Am 13. November diesen Jahres begab sich A6-EEW dann erneut in die Lackierhalle in Dubai (DXB) und erhielt dort wie auch die Maschinen mit den Kennung A6-EOT, A6-EES und A6-EEU das neue bunte Farbkleid. Als EK60 hob das Langstreckenflugzeug mit der Baunummer (MSN) 153 dann im Sonnenuntergang wieder über die Startbahn 33 ab und entschwand in Richtung Dubai.

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A6-EEW at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Es bleibt die Frage wie Emirates auf die sich zuspitzende Corona-Lage in Deutschland reagieren wird. Zeitnah könnte der Mittagskurs des Airbus A380 gegen eine Boeing 777 getauscht werden, um effizient auf die Passagierzahlen und das Pandemiegeschehen reagieren zu können. Auch Ausdünnungen der Flugbewegungen wären eine Option.

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