Azur Air, VQ-BZC

Azur Air, VQ-BZC

Nachdem am gestrigen Tag bereits ein Airbus A330 der russischen I-Fly gelandet war (wir berichteten), setzte am heutigen frühen Morgen dann eine Boeing 777 der ebenfalls russischen Azur Air am Hamburger Flughafen auf. Mit VQ-BZC landete eine Boeing 777-31H(ER) über die Landebahn 15 in Fuhlsbüttel. Wie auch der A330 von gestern startete die Boeing ebenfalls vom chinesischen Flughafen Nanjing-Lukou (NKG), legte jedoch auf dem russischen Flughafen Jemeljanowo (KJA) nahe der Stadt Krasnojarsk eine Zwischenstopp ein. Mit einer Verspätung hob die 777 dann schon wieder am Vormittag in Richtung Russland ab. Der Grund des Besuchs ist in dieser Zeit ebenso trivial wie selbsterklärend: Das Langstreckenflugzeug flog wieder Fracht gegen das Coronavirus in die Hansestadt.

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VQ-BZC at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Die  14 Jahre alte Boeing 777 wurde ursprünglich am 15. Oktober 2007 im amerikanischen Everett (PAE) an Emirates ausgeliefert. Dort flog sie als A6-EBX bis zum 22. Januar 2019. Am 19. Mai des selben Jahres übernahm Azur Air das größte zweistrahlige Passagierflugzeug der Welt und registrierte es unter der Kennung VQ-BZC. Dort bot es bislang Platz für sieben Gäste in der Business- und stolze 524 Plätze in der Economy-Class. Die Airline aus Russland betreibt eine reine Boeingflotte. So finden sich neben vier weiteren Boeing 777-300 auch noch 12 Boeing 767-300, neun 757-200, sowie vier 737-800 und zwei 737-900 in der Flotte der Azur Air.

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VQ-BZC at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

TwinJet, F-HAPE

TwinJet, F-HAPE

Nach dem am Morgen bereits die Azur Air (wir berichteten) aus China mit Fracht gelandet war, setzte um kurz nach 10 eine Beechcraft 1900D der Twin Air auf der Bahn 33 auf. Gestartet war die Beechcraft, welche im Auftrag der Police Aux Frontiers (französische Nationalpolizei) unterwegs war knapp zwei Stunden zuvor in Paris–Le Bourget (LBG) gestartet. Nach knapp einer Stunde Aufenthalt auf dem Vorfeld 4 startete die F-HAPE über die Bahn 33 in Richtung Stockholm (ARN). Warum genau die Beechcraft bei uns zu Gast war ist uns allerdings nicht bekannt.

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F-HAPE at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Cornelius Grossmann on netAirspace

Die mittlerweile über 21 Jahre alte Maschine wurde am 24. Juni 1999 an die Pan Europeean Air Service ausgeliefert, welche sie auch bis Mai 2012 selber betrieb. Im Mai 2012 wurde die Beechcraft 1900D dann an die Twinjet verkauft und wird seither im Auftrag der Police Aux Frontiers betrieben.

Deutsche Luftwaffe, 14+06

Deutsche Luftwaffe, 14+06

Am heutigen Vormittag besuchte uns mit der 14+06 eine Bombardier BD-700-1A10 Global 6000 der Flugbereitschaft des Bundesministeriums für Verteidigung. Der Grund für ihren Besuch war die Durchführung eines Low-Approach auf der Bahn 33. Nach ihrem Low Approach auf der Bahn 33 flog die Global weiter in Richtung Braunschweig (BWE) wo sie ebenfalls Platzrunden flog.

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1406 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Cornelius Grossmannon netAirspace

Die mittlerweile etwas über ein Jahr alte Global 6000 wurde am 19. November 2019 aus dem kanadischen Montréal (YUL) nach Hamburg überführt, um hier ihre VIP Kabine zu erhalten. Knapp zwei Monate später wurde die Global 6000 dann final an die Luftwaffe übergeben und erhielt in dem Zuge auch ihre militärische Kennung 14+06.

I-Fly, EI-FNX

I-Fly, EI-FNX

Der Cargobedarf ist offenbar weiterhin ungebrochen. So verschlug es am heutigen Vormittag mit EI-FNX einen Airbus A330-243 der russischen I-Fly an den Hamburger Flughafen. Der leider in komplett einheitlich weiß lackierte Zweistrahler setzte dabei über die Landebahn 05 auf. Gestartet war der Airbus vom chinesischen Flughafen Nanjing-Lukou (NKG) und legte auf seinem Weg in die Hansestadt noch einen Zwischenstopp am moskauer Flughafen Wnukowo (VKO) ein. Nach einigen Stunden Aufenthalt kehrte das Langstreckenflugzeug am Nachmittag wieder zurück nach Russland. Grund für den Besuch war natürlich wieder ein Frachtauftrag mit Gütern im Kampf gegen die Coronapandemie.

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EI-FNX at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Der mehr als 21 Jahre alte Airbus A330 wurde ursprünglich am 7. Juli 1999 im französischen Toulouse (TLS) an Emirates ausgeliefert. Am 22. März 2016 flottete die Airline aus den Vereinigten Arabischen Emiraten die Maschine aus. Erst am 14. Juli des Jahres 2017 übernahm I-Fly das Flugzeug und stattete es mit einer 311 Passagiere umfassenden Economy-Class Bestuhlung aus. Neben der heutigen Maschine mit der Kennung EI-FNX betreibt die russische I-Fly noch vier weitere Airbus A330-200, sowie einen Airbus A319 und zwei Airbus A330-300. Entgegen der farbenfrohen Vergangenheit der Airlinelackierung, sind mittlerweile alle Flugzeuge der Flotte in einem nahezu einheitlichen Weiß lackiert. Dennoch ziert den heutigen Airbus ein kleiner Werbesticker auf dem Rumpf. Damit soll die Stadt Sanya auf der südchinesischen Insel Hainan beworben werden, die auf Grund ihrer tropischen Flora und Fauna als südsee-ähnliches Paradies in China gilt.

TUIfly, D-ABKN

TUIfly, D-ABKN

Nach knapp elf Monaten Standzeit am Hamburger Flughafen verließ uns die Boeing 737-86J(WL) der TUIfly mit der Registrierung D-ABKN in Richtung Hannover. Das besondere an der Boeing ist, das sie noch die Farben des ehemaligen Wet-Lease Kunden Eurowings trägt. Die D-ABKN ist eine von fünf 737 der TUI welche aktuell noch die Eurowings Farben tragen, wobei lediglich die D-ABMQ aktuell im Liniendienst der TUIfly unterwegs ist. Ihren letzten Linienflug im Auftrag der Eurowings absolvierte die D-ABKN am 17. März 2020 nach Palma de Mallorca und zurück. Seither war die 737 auf dem Vorfeld 2 geparkt.

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D-ABKN at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Cornelius Grossmann on netAirspace

Die mittlerweile mehr als zehn Jahre alte Boeing wurde am 17. August 2010 im amerikanischen Renton (RNT) an die Air Berlin ausgeliefert. Im April 2014 übernahm dann die TUIfly die Maschine. Sie betrieb fortan die Boeing im Auftrag der Air Berlin und später dann im Auftrag der Niki. Nach der Insolvenz beider Airlines ging die Maschine zurück zur TUIfly, welche sie dann weiter an die Eurowings vermittelte. Bis Ende März 2020 flog die Boeing im Auftrag der Eurowings, welche sie Anfang 2019 auch in ihre Farben umlackieren ließ. Seit Ende März 2020 war die Boeing am Hamburg Airport geparkt worden, ehe es für sie heute zum Sitz der TUIfly nach Hannover (HAJ) ging.

AELF FlightService, 9H-BFS

AELF FlightService, 9H-BFS

Durch den Wegfall vieler Passagierflüge bedingt durch Coronapandemie hervorgerufene Krise in der Luftfahrt, steigt die Nachfrage nach Frachttransporten weltweit weiterhin. Da im Bauch eines jeden Passagierfluges auch immer eine gewisse Menge an Fracht transportiert wurde, fällt diese Möglichkeit nun weg. Dies ruft in der Krise auch neue Frachtunternehmen auf den Plan. Mit dem amerikanischen Leasingunternehmen AELF FlightService versucht sich nun eine weitere Fluggesellschaft auf dem Frachtmarkt zu etablieren. Zu ihrer noch recht überschaubaren Flotte gehört auch die Maschine mit der Kennung 9H-BFS. Der Airbus A330-203 stattete dem Hamburger Flughafen am heutigen späten Mittag zu Test- und Trainingszwecken einen kurzen Besuch ab. Zuvor war der Zweistrahler vom belgischen Flughafen Lüttich (LGG) gestartet und setzte seinen Flug nach nicht mal einer halben Stunde in Fuhlsbüttel mit laufenden Triebwerken auf dem Taxiway D1 in Richtung des polnischen Kattowitz (KTW) fort.

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9H-BFS at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Der knapp 19 Jahre alte A330 wurde ursprünglich am 1. Juli 2002 im französischen Toulouse (TLS) an die brasilianische TAM Linhas Aéreas ausgeliefert. Über den chinesischen Leasinggeber CDB Aviation flottete die russische I-Fly am 4. August 2018 das Langstreckenflugzeug ein. Seit dem 15. Dezember des vergangene Jahres nun fliegt der Airbus nun für die amerikanische AELF FlightService. Allerdings wird das Flugzeug dabei von der maltesischen Maleth-Aero betrieben. Die Airline betreibt auch neben der heutigen 9H-BFS aktuell noch die zwei weiteren Airbus A330-200 der AELF Flight Service. Diese wurde ebenfalls von Passagierflugzeugen extra zum Kampf gegen die Coronapandemie zu Frachtern umgebaut.

Qatar Airways Cargo, A7-BFW

Qatar Airways Cargo, A7-BFW

Bereits seit einigen Jahren halten sich Gerüchte, dass Qatar Airways den Hamburger Flughafen besuchen soll. Heute bewahrheitet sich dieses Gerücht, wenn auch nur zum Teil. Denn der heutige Flug war weder ein Passagierflug noch wird er in Zukunft wohl regelmäßig stattfinden. Am späten Nachmittag landete mit A7-BFW eine Boeing 777-F der Qatar Airways Cargo in Fuhlsbüttel. Das große zweistrahlige Transportflugzeug setzte dabei über die Landebahn 05 am Hamburg Airport auf. Zuvor war es mit einem Zwischenstopp in Doha (DOH) vom chinesischen Flughafen Shanghai (PVG) gestartet. Eigentlich führt der Weg der heutigen Flugnummer QR8245 standardmäßig von Doha nach Brüssel (BRU). Den Weg in die belgische Hauptstadt setzte die „Triple Seven“ dann auch zwei Stunden später fort. Offenbar war jedoch ein nicht geringer Anteil der randvoll geladenen Boeing diesmal für Hamburg gedacht. Es soll sich auch hier wohl um Fracht gegen die Coronapandemie handeln.

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A7-BFW at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Die gerade einmal etwas über ein halbes Jahr alte Boeing 777-F wurde erst am 31. Dezember des vergangenen Jahres an die Cargosparte der Qatar Airways übergeben. Mit ihr wurden am gleichen Tag zwei weitere 777-F im amerikanischen Everett (PAE) an die Airline ausgeliefert. Angetrieben von zwei General Electric GE90-115B kann die Boeing dabei bis zu knapp 103t transportieren. Neben A7-BFW finden sich aktuell noch 23 weitere Boeing 777-F, sowie zwei Boeing 747-8F in der Flotte der Qatar Airways Cargo.

Multinational Multi Role Tanker Transport Fleet, T-056

Multinational Multi Role Tanker Transport Fleet, T-056

Wenn etwas neu in der Flotte ist muss damit auch trainiert werden. So läuft es aktuell in der stetig wachsenden multinationalen MRTT Flotte der NATO ab. Am heutigen Mittag stattete das jüngste Mitglied mit der Kennung T-056 dem Hamburger Flughafen einen kurzen Besuch ab. Der Airbus A330-243MRTT startete dazu vom niederländischen Flughafen Eindhoven (EIN), trainierte dann einige Manöver am Leipziger Airport (LEJ), ehe er zum Hamburger Flughafen kam. Hier absolvierte der Zweistrahler zwei „Touch and Go“-Manöver und steuerte danach Nürnberg (NUE) an.

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T-056 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Der erst 1,5 Jahre alte Airbus A330 hob erstmals am 26. Juni 2019 im französischen Toulouse (TLS) ab. Der Umbau zu der MRTT (Multi-Role Tanker Transport) Variante fand dann in Spanien statt. Erst am 19. November des vergangenen Jahres übernahm die niederländische Air Force die Maschine die sie fortan für die multinationale MRTT Flotte der NATO betreibt. T-056 ist dabei das dritte ausgelieferte Flugzeug diesen Typs. Bis in das Jahr 2024 sollen insgesamt acht Flugzeuge der Flotte zugehen. Davon werden mindestens drei in Köln (CGN) stationiert und lösen dort mit die Airbus A310MRTT der Luftwaffe ab.

Motor Sich Airlines, UR-14005

Motor Sich Airlines, UR-14005

Nachdem am Mittwoch eine seltene Antonov An-140 am Hamburger Flughafen gelandet war und seitdem hier geparkt stand, entschwand das kleine zweimotorige Schulterdecker-Kurzstrecken-Passagierflugzeug der Hansestadt am Vormittag wieder. Das Ziel der Maschine UR-14005 der ukrainischen Motor Sich Airlines diesmal der Flughafen Saporischschja (OZH) im Süd-Osten der Ukraine. Die An-140 wird damit die Handballmannschaft des HC Motor Zaporozhye wieder nach Hause fliegen. Diese trat am gestrigen Abend in der Velux EHF Champions League beim THW Kiel an, verlor jedoch recht deutlich mit 34:23.

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UR-14005 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Über die zwei Nächte in Fuhlsbüttel stand die Antonov unerwarteterweise auf dem Vorfeld Süd vor der Halle H. Von dort zog sie zahlreiche Spotter an, die sich auch in der Nacht ein Foto des 17 Jahre alten seltenen Flugzeugs sichern wollten. Grund für dieses große Interesse an UR-14005 ist sicherlich der Umstand, dass es sich wohl um das letzte aktive zivile Flugzeug diesen Typs von insgesamt nur 35 je gebauten handelt. Ob man so schnell eine Antonov An-140 wieder am Hamburger Flughafen sehen wird ist gerade deswegen wohl mehr als unwahrscheinlich.

NASA, N747NA

NASA, N747NA

Am heutigen Nachmittag war es soweit. Nach einigen Monaten Aufenthalt zur Wartung in den Hallen der Lufthansa Technik und zwei Testflügen in der Folge, hob heute die Boeing 747SP-21 der NASA und des DLR wieder vom Flughafen Hamburg ab. Das Ziel des Vierstrahlers ist der Flughafen Köln (CGN). Von dort wird die 747SP (steht für Special Performance) mit der Kennung N747NA insgesamt knapp 20 Missionen in der Dunkelheit fliegen. Diese Missionen umfassen astrologische Forschungsaufgaben und Beobachtungen des Weltalls. Dies wird mit dem speziellen Teleskop im Rumpf durchgeführt. In Köln sammelt die Crew auch nun die letzten Teile eines Spektrometers ein, das in Bonn ebenfalls zu Wartung und Aktualisierung war.

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N747NA at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Über die Startbahn 33 hob der kleinste jemals gebaute Jumbo heute in Fuhlsbüttel ab und wird wahrscheinlich erst wieder in einigen Jahren hier erneut landen. Dann jedoch wohl wieder zur Wartung bei hiesigen Lufthansa Technik. Bereits in der Vergangenheit hatte wir über die von der NASA und des DLR gemeinschaftlich betriebene Maschine berichtet. Hier kommt ihr zu den einzelnen Artikeln des als N747NA registrierten 44 Jahre alten Flugzeugs:

Ankunft Ende September 2020
1. Testflug Ende Januar 2021
2. Testflug Anfang Februar 2021

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