Antonov

Volga-Dnepr, RA-82046

Volga-Dnepr, RA-82046

Nachdem am gestrigen frühen Abend eine Antonov An-124-100 der russischen Volga-Dnepr Airlines am Hamburger Flughafen landete (wir berichteten), verließ das Frachtflugzeug am heutigen Morgen den Airport wieder. Dazu nutzte die Antonov mit der Kennung RA-82046 die Startbahn 23 und hob bei einsetzendem Schnee ab. Offenbar war der Transport eines technischen Geräts der Grund für den Besuch in Fuhlsbüttel.

Aviation photo
RA-82046 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Vom Hamburger Flughafen steuert die knapp 29 Jahre alte An-124 zunächst den südsibirischen Flughafen Abakan (ABA) an. Dort wird die Maschine einen Zwischenstopp einlegen und von dort aus weiter zum chinesischen Flughafen Qingdao-Liuting (TAO) fliegen. Seit ihrer Übernahme im Januar 1993 fliegt die Antonov nun für Volga-Dnepr Airlines, zunächst als RA-82067 und seit März 1993 dann auch unter der aktuelle Registrierung RA-82046.

Volga-Dnepr, RA-82046

Volga-Dnepr, RA-82046

Der letzte Besuch einer Antonov An-124-100 ist mittlerweile doch schon wieder einige Monate her. Zuletzt besuchte ein solchen Transportflugzeug Fuhlsbüttel Anfang November des vergangenen Jahres (wir berichteten). Am heutigen Nachmittag landete dann jedoch nach mehr als fünf Monaten Abstinenz wieder ein solch großes vierstrahliges Flugzeug am Hamburg Airport. Die Maschine der russischen Volga-Dnepr mit der Kennung RA-82046 setzt dabei aus dem norwegischen Stavanger (SVG) über die Landebahn 15 in Hamburg auf. Sie soll bereits morgen Früh ihren Weg fortsetzen und den Hamburger Flughafen wieder verlassen. Über den Grund des Besuchs liegen uns aktuell leider noch keine weiteren Erkenntnisse vor.

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RA-82046 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Die beinahe 29 Jahre alte Antonov An-124 wurde im Jahre 1992 gebaut. Seit Januar 1993 fliegt sie nun bereits für Volga-Dnepr. Dabei erhielt sie im März des selben Jahres ihre aktuelle Registrierung, RA-82046. Die Antonov ist jedoch kein unbeschriebenes Blatt und war bereits zweimal in Un- oder Vorfälle verwickelt. So kam sie am 17. Dezember 1998 im kanadischen Gander (YQX) von der Landebahn ab und wurde beschädigt. Nach der erfolgreichen Reparatur sollte die Frachtmaschine dann neu lackiert werden, jedoch fing ein Flügel Feuer. Erst im November 2001 kehrte die Antonov wieder zurück in die aktive Flotte der Volga-Dnepr und fliegt seitdem weiterhin Fracht durch die Welt. Aktuell betreibt die Fluggesellschaft 12 Antonov An-124 von denen neun als derzeit aktiv gelten. Dazu gesellen sich weitere fünf Ilyushin Il-76 von denen bis auf eine alle aktiv fliegen.

Motor Sich Airlines, UR-14005

Motor Sich Airlines, UR-14005

Nachdem am Mittwoch eine seltene Antonov An-140 am Hamburger Flughafen gelandet war und seitdem hier geparkt stand, entschwand das kleine zweimotorige Schulterdecker-Kurzstrecken-Passagierflugzeug der Hansestadt am Vormittag wieder. Das Ziel der Maschine UR-14005 der ukrainischen Motor Sich Airlines diesmal der Flughafen Saporischschja (OZH) im Süd-Osten der Ukraine. Die An-140 wird damit die Handballmannschaft des HC Motor Zaporozhye wieder nach Hause fliegen. Diese trat am gestrigen Abend in der Velux EHF Champions League beim THW Kiel an, verlor jedoch recht deutlich mit 34:23.

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UR-14005 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Über die zwei Nächte in Fuhlsbüttel stand die Antonov unerwarteterweise auf dem Vorfeld Süd vor der Halle H. Von dort zog sie zahlreiche Spotter an, die sich auch in der Nacht ein Foto des 17 Jahre alten seltenen Flugzeugs sichern wollten. Grund für dieses große Interesse an UR-14005 ist sicherlich der Umstand, dass es sich wohl um das letzte aktive zivile Flugzeug diesen Typs von insgesamt nur 35 je gebauten handelt. Ob man so schnell eine Antonov An-140 wieder am Hamburger Flughafen sehen wird ist gerade deswegen wohl mehr als unwahrscheinlich.

Motor Sich Airlines, UR-14005

Motor Sich Airlines, UR-14005

Bereits Ende Oktober des vergangenen Jahres sollte diese Flugbewegung stattfinden, wurde dann aber auf Grund der Coronapandemie erstmal auf unbestimmte Zeit verschoben. Am heutigen Mittag war es dann aber endlich soweit. Mit UR-14005 landete ein sehr seltener Flugzeugtyp am Hamburger Flughafen. Eine Antonov An-140 der ukrainischen Motor Sich Airlines landete in Fuhlsbüttel. Das seltene Flugzeug war ursprünglich vom Flughafen Saporischschja (OZH) im Süd-Osten der Ukraine gestartet, landete dann im polnischen Krakau (KRK) zwischen und brachte über diesen Weg die Handballmannschaft des HC Motor Zaporozhye in die Stadt. Von hier reist das Team weiter nach Kiel wo es am morgigen Abend in der VELUX EHF Champions League gegen den THW Kiel antritt. Das Spiel wurde Ende Oktober auf Grund von mehreren Fällen des Coronavirus im Team der Ukrainer verschoben.

Die im Jahre 2003 gebaute Antonov An-140 fliegt seit der Auslieferung im selben Jahr für die ukrainische Motor Sich Airlines. Auch trägt die Antonov seitdem die Kennung UR-14005 und wird dabei von zwei Klimow TW3-117 aus sowjetischer Fertigung angetrieben. Diese Triebwerke sind ursprünglich für Helikopter gedacht gewesen und finden ausschließlich bei Flugzeugen des Typs An-140 Verwendung. Darüber hinaus trägt die Maschine seit einiger Zeit eine auffällige rosa-weiße Lackierung des Handballclubs HC Motor Zaporozhye. Die Stadt in der Ukraine gilt als das Zentrum des Handballsports in der ehemaligen Sowjetrepublik und ist zudem auch die Basis der Motor Sich Airlines.

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UR-14005 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Aktuell betreibt die Airline eine gemischte Flotte mit vielen sowjetischen Flugmustern. Dazu zählen neben zwei weiteren Antonov An-140 (eine davon inaktiv), drei Yakovlev Yak-40, je zwei Antonov An-12 und An-24, sowie je eine Antonov An-2 und An-74. Des weiteren sind je eine Yakovlev Yak-42, Antonov An-24 und An-26 aktuell inaktiv.
Durchaus erwähnenswert ist, dass Motor Sich Airlines aktuell der einzige zivile Betreiber weltweit der An-140 ist. Insgesamt gibt und gab es weltweit nur 35 Exemplare dieses Flugzeugtyps. Antonov selber baute davon allerdings nur lediglich 12 Exemplare selber, da die Produktion nach einem folgenschweren Flugunfall durch eingebaute gefälschte Teile eingestellt wurde. In der Folge wurden nur noch vereinzelt Flugzeuge diesen Musters im Lizenzbau im Iran und Russland gefertigt.

Volga-Dnepr, RA-82078

Volga-Dnepr, RA-82078

Bei der letzten Landung einer Antonov in Hamburg, besuchte diese An-124-100 im Mai diesen Jahres das Airbuswerk in Finkenwerder (wir berichteten). Am heutigen frühen Morgen setzte das vierstrahlige Frachtflugzeug aus dem spanischen Saragossa (ZAZ) kommend dann aber in Fuhlsbüttel auf. Nach der Landung über die Landebahn 23 rollte die Antonov der Volga-Dnepr auf das Vorfeld 2. Am heutigen Abend soll die als RA-82078 registrierte Maschine dann zum kasachischen Hauptstadt Flughafen Nursultan Nazarbayev (NQZ) fliegen.
Grund für den Besuch ist der Transport eines Triebwerks.

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RA-82078 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Die mehr als 24 Jahre alte Antonov An-124-100 wurde im Jahre 1996 an die russische Cargo Airline Volga-Dnepr ausgeliefert. Aktuell betreibt die Fluggesellschaft neben sechs Illuyshin IL-76 insgesamt elf Antonov An-124. Gerade in der aktuellen Coronakrise sind die Frachter um die heutige RA-82078 gefragter denn je. Denn durch den Wegfall von unzähligen Passagierverbindungen, fällt dadurch auch die Möglichkeit weg, Fracht im Bauch ein jeder Passagiermaschine zu transportieren. Deswegen sieht sich die Cargo-Luftfahrt aktuell im Aufwind.

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