NASA, N747NA

NASA, N747NA

Seit Ende September des vergangene Jahres ist die Boeing 747SP-21 der NASA nun zur Wartung in den Hallen der hiesigen Lufthansa Technik (wir berichteten). Bereits am vergangenen Donnerstag zeigte sich die Maschine außerhalb der Hallen der Lufthansa Technik und rollte am Freitag sogar bereits einmal über die Runway 05. Dabei prüfen Techniker und die Crew des Flugzeugs alle notwendigen Funktionen des Flugzeugs nach der Wartung.
Am heutigen Morgen hob der Vierstrahler dann zu einem ersten Testflug ab. Dabei startete die Boeing über die Startbahn 33 in Fuhlsbüttel. Nach mehr als sechs Stunden und zahllosen Kreisen über Norddeutschland und der Nordsee, kehrte die 747 dann wieder nach Hamburg zurück. Dazu nutze der kleinste Jumbo die Landebahn 23.

Aviation photo
N747NA at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Mit Abschluss des heutigen Testfluges neigt sich offenbar die Zeit der Boeing 747-SP der NASA in Hamburg (wieder einmal) dem Ende zu. Die Wartungen an dem beinahe 44 Jahre alten Flugzeug dürften damit kurz vor dem Abschluss stehen. Explizit wurden in ca. 16.000 Arbeitsstunden diesmal alle vier Triebwerke demontiert und gewartet, sowie die komplette Kabine entkernt, um den Rumpf untersuchen zu können, als auch das Kühlsystem für das Teleskop im hinteren Teil des Rumpfs verbessert. Dennoch geht die NASA auf Nummer sicher und hat bereits sechs einsatzbereite Ersatztriebwerke auf der Basis in Palmdale (PMD) eingelagert.

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N747NA at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Bereits am kommenden Donnerstag ist der finale Abflug nach Köln (CGN) geplant. Dort wird die Maschine aller Voraussicht nach auch wieder alle aktualisierten Teile ihres Spektrometers „Great“ in Empfang nehmen können die zur Wartung in Bonn waren. Von Köln aus wird die stark modifizierte Boeing 747 dann bis zu 20 Missionen fliegen, denn durch die Coronakrise ist es aktuell schwer und risikoreich für deutsche Forscher in die USA zu reisen.
Ursprünglich wurde der Jumbojet am 6. Mai 1977 (!) im amerikanischen Everett (PAE) an Pan American World Airways (kurz Pan Am) unter dem Taufnamen „Clipper Lindbergh“ ausgeliefert. Über United Airlines am 13. Februar 1986 sicherte sich am 20. Oktober 1997 die NASA die Dienste der Boeing 747. Dort wurde sie zu „SOFIA“ umgebaut. Der Name „SOFIA“ steht hierbei für „Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy“. Das Gemeinschaftsprojekt der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (kurz DLR) erhielt dann am 17. Dezember 2004 neben der aktuellen Kennung N747NA auch wieder seinen alten Taufnamen „Clipper Lindbergh“ zurück.

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