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Alsie Express, OY-CLY

Alsie Express, OY-CLY

Zum Jahresende hin wird es bei Airbus meist noch einmal interessant. So werden gegen Ende des Jahres vermehrt Flugzeuge ausgeliefert, um offenbar doch noch gesteckte Jahresziele auf der Zielgeraden zu erreichen. Neben einem A321neo für Scoot und Starlux wurden auch je ein A320neo und A321neo für Air China dem Kunden übergeben. Zu diesem Anlass brachte am heutigen Morgen mit OY-CLY eine ATR 72-500 (72-212A) der dänischen Alsie Express offenbar Crews aus Amsterdam (AMS) nach Hamburg. Das zweimotorige Turboprop-Regionalverkehrsflugzeug landete dabei über die Runway 23 und rollte danach vor die Parkposition vor der Feuerwache auf dem Airbuswerksgelände.

Aviation photo
OY-CLY at Hamburg – Finkenwerder
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Dort stiegen lediglich die Passagiere aus und bereits einige Augenblicke später hob die Maschine wieder ab und flog zurück zu ihrer Basis auf dem dänischen Flughafen Sønderborg (SGD). Die mehr als 13 Jahre alte OY-CLY befindet sich seit dem 13. Juni 2013 in der Flotte der Alsie Express. Diese least die ATR aktuell von der ebenfalls dänischen Nordic Aviation Captial, die das komplett schwarze Flugzeug seit dem 10. April 2013 besitzt. Zuvor war die ATR 72-500 am 21. Juli 2008 im französischen Toulouse (TLS) an AZAL Azerbaijan Airlines ausgeliefert worden. Damals bot sie jedoch noch 70 Passagieren Platz, während aktuell nur 48 komfortabel im Rumpf des Turboprop-Flugzeugs reisen.

Azul Linhas Aéreas Brasileiras, D-AVWX (PR-YJF)

Azul Linhas Aéreas Brasileiras, D-AVWX (PR-YJF)

Überdurchschnittlich viel Geheimniskrämerei wurde im Vorwege um diesen Airbus A321neo gemacht. Denn die Lackierung sollte offenbar so lange es geht geheim bleiben. Heute hatte dieses Versteckspiel definitiv ein Ende, nachdem sich die aktuell zu Testzwecken D-AVWX registrierte Maschine, bereits gestern auf der Start- und Landebahn in Finkenwerder (XFW) zeigte, zum Kompensieren nach den Triebwerksläufen und dem sogenannten “Rejected Take Off” Test. Am heutigen Mittag brach der werksneue Airbus A321-251NX zu seinem Erstflug auf. Dabei offenbarte die zukünftige PR-YJF einigen Spottern die ganze Pracht seiner Sonderlackierung, denn der Zweistrahler trägt eine Sonderlackierung des Walt Disney Charakters Minnie Mouse.

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D-AVWX at Hamburg – Finkenwerder
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Dazu erhielt das Mittelstreckenflugzeug neben der Zeichentrickfigur Minnie Mouse auf dem Leitwerk auch das ikonische Pünktchen-Muster auf dem Rumpf. Darüberhinaus ziert ein lächelnder Mund, sowie eine angedeutete Nase und Wimpern die Cockpit-Sektion des A321neo.
Nach dem Start über die Runway 23 in Finkenwerder absolvierte der Airbus dann sein Erstflug-Testprogramm über Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Schleswig-Holstein. Auf den obligatorischen Low Approach am Hamburger Flughafen in Fuhlsbüttel wurde allerdings witterungsbedingt verzichtet, denn am letzten Tag vor Heiligabend begann es am Mittag im gesamten Stadtgebiet zu schneien. Ob dieser auf einem der folgenden Testflüge nachgeholt wird, ist uns derweil nicht bekannt, gilt aber nicht als unwahrscheinlich. Nach der Auslieferung nach den Feiertagen wird der A321NX neben der Kennung PR-YJF auch offiziell den Taufnamen “Minnie Mouse nas nuvens” tragen. Dieser ist bereits an der Nase des Flugzeugs lackiert und bedeutet so viel wie “Minnie Mouse in den Wolken”. In der Flotte der Azul befindet sich bereits ein Airbus A320neo in der “Mickie Mouse”-Sonderlackierung, dieser wurde jedoch in Toulouse (TLS) gebaut und ausgeliefert.

Azul Linhas Aéreas Brasileiras, D-AZAR (PR-YJE)

Azul Linhas Aéreas Brasileiras, D-AZAR (PR-YJE)

Die brasilianische Azul Linhas Aéreas Brasileiras gehört vielleicht nicht zu den größten Airbus-Betreibern, jedoch besteht ein Großteil der aktiven Flotte (neben einer Embraer-Teilflotte) aus Flugzeugen der Muster Airbus A320, A320neo, A321neo und A330. Die nächsten beiden Airbus A321neo stehen bereits in Finkenwerder (XFW) und befinden sich kurz vor Beginn der Flugtests bzw. sogar auch schon kurz vor der Auslieferung. So die zukünftige PR-YJE, die aktuell noch die Testkennung D-AZAR trägt. Dieser Airbus A321-251NX trägt jedoch nicht blau-weiße Lackierung der Fluggesellschaft, sondern es ziert die Maschine die sogenannte “Brazilian Flag”-Lackierung. Diese kennt man bereits von einem Airbus A330 aus der Flotte der Azul.

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D-AZAR at Hamburg – Finkenwerder
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Dabei absolut auffällig: Der komplett dunkelblau lackierte Rumpf und der große Ausschnitt der brasilianischen Nationalflagge mittig platziert auf dem Zweistrahler. Am heutigen späten Nachmittag hob das Mittelstreckenflugzeug zu seinem Abnahmeflug durch den Kunden Azul vom Airbuswerk in Finkenwerder ab und kehrte erst am Abend dorthin zurück. Somit rückt die Auslieferung des “Bandeira Azul” getauften A321neo immer näher. Nach seiner Auslieferung wird das Flugzeug dann auch neben dem Taufnamen die finale Kennung PR-YJE tragen.

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D-AZAR at Hamburg – Finkenwerder
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Emirates, A6-EVS

Emirates, A6-EVS

Alpha und Omega, Anfang und Ende… Manchmal liegen diese beiden Zeitpunkte (leider) recht nah beinander. Nachdem vorgestern der erste Airbus A380 mit der Baunummer (MSN) 001 Finkenwerder (XFW) zum Fototermin mit dem letzten jemals gebauten Doppelstock-Flugzeug kam (wir berichteten), verließ am heutigen späten Nachmittag letzterer das Airbus-Werksgelände. Das Langstreckenflugzeug erhielt nach der Übergabe an Emirates am Mittag die Kennung A6-EVS und machte sich dann einige Stunden später auf den Weg nach Dubai (DXB). Dazu nutzte der Vierstrahler in der Dämmerung die Startbahn 23. Erst am vergangenen Freitag erzielte der letzte jemals gebaute Airbus A380 breite mediale Aufmerksamkeit, als er auf seinem Abnahmeflug durch Emirates am Himmel über Mecklenburg-Vorpommern ein großes Herz flog.

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A6-EVS at Hamburg – Finkenwerder
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Die Maschine mit der Baunummer 272 ließ es sich nach dem Start allerdings nicht nehmen noch einmal für einen Low Approach über dem Werksgelände vorbeizuschauen, sehr zur Freude hunderter Schaulustiger am Zaun und unzähligen Airbus-Mitarbeitern auf dem Gelände entlang der Runway. Danach entschwand der A380 in die Dunkelheit und nahm Kurs auf die Nordsee in Richtung britischen Luftraums.

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A6-EVS at Hamburg – Finkenwerder
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Wie gewohnt fand dort auch die juristische Übergabe des Flugzeugs statt, ehe A6-EVS Kurs Richtung Vereinigte Arabische Emirate nahm. So endet mit dem heutigen Tag die Ära des Airbus A380 in Finkenwerder. In der Vergangenheit ist viel über die Entscheidung des europäischen Flugzeugbauers diskutiert worden die Produktion des größten Passagierflugzeugs der Welt einzustellen. Mit dem heutigen Tag ist diese Entscheidung bittere Realität geworden. So schnell wird man wohl nicht wieder einen A380 in Finkenwerder sehen…

Airbus Industrie, F-WWOW

Airbus Industrie, F-WWOW

Zum nahenden Abschluss der Produktion des Airbus A380 kam am heutigen Nachmittag noch einmal ein besonderer Gast nach Finkenwerder (XFW). Aus Toulouse (TLS) landete zu einem internen Fototermin die Mutter aller Airbus A380, F-WWOW mit der Baunummer (MSN) 001. Der Vierstrahler setzte über die Landebahn 23 auf dem Airbuswerksgelände auf und rollte nach der Landung zum neusten und letzten gebauten Airbus A380 mit der Baunummer 272. Bevor letzterer – Stand jetzt – am Donnerstag final an Emirates ausgeliefert wird, wollte der Flugzeugbauer doch wenigstens noch ein Foto mit dem ersten und letzten jemals gebauten Doppelstock-Flugzeug machen.

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F-WWOW at Hamburg – Finkenwerder
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Nach knapp zwei Stunden Aufenthalt flog der A380-841 wieder zurück zum französischen Airbus-Standort. Das mehr als 16 Jahre alte Langstreckenflugzeug hob erstmals am 27. April 2005 unter weltweiter medialer Berichterstattung unter dem französischen Testpiloten Jacques Rosay ab. Nach dessen Tod im Jahre 2015 würdigte Airbus den verdienten Chef-Testpiloten, der auch unter anderem den A318 und den A340-500 zum ersten Mal steuerte, indem F-WWOW seitdem den Taufnamen “Jacques Rosay” trägt. Seit Mai 2019 trägt das Großraumflugzeug auch einen 50 Jahre Sticker auf beiden Seiten des Rumpfs zum Jubiläum des 50-jährigen Bestehens des Flugzeugbauers. Die Maschine fungierte bislang als Testflugzeug und ebnete so den insgesamt 254 gebauten Exemplaren den Weg in die Lufträume dieser Welt.

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