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Iclandair, TF-LLL

Iclandair, TF-LLL

Aktuell findet bei der isländischen Nationalairline Icelandair ein Wechsel der Lackierungen statt. Die in die Jahre gekommene Bemalung mit dunklem Bauch und blau-gelbem Leitwerk, weicht größeren Titeln, einer variablen Farbe am Heck und das Logo der Fluggesellschaft nun in Weiß auf dem Seitenleitwerk. Doch eine Boeing 757 spielt da bislang nicht mit, sie tanzt, neben den beiden sonderlackierten 757-200, aus der Reihe. Denn TF-LLL trägt ein schwarz-weißes Farbkleid. So sind die Triebwerke, die Unterseite des Rumpfes und das Seitenleitwerk komplett schwarz lackiert. Lediglich das Logo Icelandairs und der obere Teil des Rumpfes sind weiß.
Am heutigen Abend (der verschobene Mittagskurs FI510/511) kam die 757-256(WL) aus der isländischen Hauptstadt Reykjavik (KEF) nach Fuhlsbüttel. Die Maschine landete über die Runway 15 am Hamburger Flughafen. Nach mehr als einer Stunde ging es wieder zurück.

Aviation photo
TF-LLL at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Warum der mehr als 22 Jahre alte Zweistrahler aktuell diese Lackierung trägt vermögen wir bislang nicht sagen zu können. Naheliegend wäre, bei der Vielzahl an Betreiberwechseln in den vergangenen Jahren, eine Grundlackierung einer anderen Fluggesellschaft. Dies ist offenbar allerdings nicht der Fall.
So wurde die Boeing zunächst am 12. Mai 2000 im amerikanischen Renton (RNT) an die spanische Iberia ausgeliefert. Bereits 2005 wollte eigentlich Air Astana aus Kasachstan das Mittelstreckenflugzeug übernehmen, nahm jedoch davon Abstand. So flog die 757 ab dem 25. August 2005 für die türkische Atlasjet. In den folgenden Jahren wechselte sich Atlasjet einmalig mit Ethiopian Airlines und mehrfach mit Saudi Arabien Airlines ab die Maschine zu betreiben. Im Frühjahr 2012 sollte sie dann an die britische Titan Airways gehen, die jedoch ebenfalls Abstand von der Einflottung nahm, sie jedoch übernahm und im April 2012 an Icelandair vermietete. Von Dezember 2013 bis Juni 2014 flog Titan Airways den bis dato 200-Sitzer selber, ehe er im Juni dann an die französische La Compagnie ging, die ihn mit einer komfortablen nur 74 Sitzplätze umfassenden Business-Class Kabine ausstattete. Über TACV Cabo Verde Airlines (ab Dezember 2019) fand TF-LLL dann schlussendlich im Januar 2021 dann in die Flotte der Icelandair. Neben der aktuellen Kennung erhielt die Boeing 757 nun auch den Taufnamen “Þríhnúkagígur” (ein Vulkankrater, nahe und süd-östlich von Reykjavik).

Deutsche Luftwaffe, D-APLB (15+10)

Deutsche Luftwaffe, D-APLB (15+10)

Offenbar ist der erste Airbus A321neo für die Deutsche Luftwaffe nun nahezu komplett ausgerüstet worden von der Lufthansa Technik (LHT). Denn am heutigen späten Nachmittag hob die Maschine mit der aktuellen Testkennung D-APLB (später 15+10) in Fuhlsbüttel ab und flog für einen Kurzbesuch zur Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (kurz ILA) in Berlin (BER). Der Zweistrahler nutzte dafür die Startbahn 23, die erst kurz zuvor in ihrer vollen Länge wegen eines plötzlichen Pistenschadens wieder freigegeben wurde.

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D-APLB at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Der werksneue A321-251NX soll in naher Zukunft ein Teil der Aufgaben der mittlerweile komplett in Rente geschickten Airbus A310MRTT übernehmen. Dazu steht neben der zukünftigen 15+10 mit 15+11 bereits ein zweites Flugzeug diesen Musters hier in Hamburg bei der LHT und wird auf die vielfältigen Aufgaben vorbereitet. Final ausgeliefert ist der nicht mal ein Jahr alte A321 aber noch nicht, denn noch trägt er die Testkennung der Lufthansa Technik.

Deutsche Luftwaffe, C-GVJL

Deutsche Luftwaffe, C-GVJL

Und wieder ein neues Flugzeug für die Luftwaffe. Noch unter der Herstellerkennung C-GVJL landete am heutigen Morgen eine Bombardier BD-700-1A10 Global 6500 am Hamburger Flughafen. Das zweistrahlige und eigentliche Geschäftsreiseflugzeug kam vom Werksflughafen des kanadischen Flugzeugbauers Bombardier, dem Aéroport international Pierre-Elliott-Trudeau de Montréal (YUL). Anders als bei den bisherigen Auslieferungen der Global-Reihe an die Luftwaffe trägt diese Maschine allerdings (noch) keine Lackierung sondern lediglich die deutsche Flagge im Seitenleitwerk, aus einem bestimmten Grund.

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C-GVJL at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Denn anders als die aktuell sieben Global 5000 und 6000 in der Flotte wird diese Global 6500 nicht als VIP-Flugzeug eingesetzt werden. Viel mehr werden an der Bombardier hier bei der Lufthansa Technik (LHT) militärische Anpassungen vorgenommen. Denn C-GVJL, die spätere Kennung ist uns bislang leider nicht bekannt, soll ein System zur signalerfassenden luftgestützten weiträumigen Überwachung und Aufklärung (kurz SLÜWA) installiert bekommen. Kurz gesagt, die Maschine wird zu einem Aufklärungs- und Überwachungsflugzeug auf Basis des PEGASUS-Programms umgebaut. In der Vergangenheit waren sowohl der Einsatz der unbemannten TRITON Drohne der US Navy, als auch die Eigenkonzipierung einer Drohne, der EuroHawk, diskutiert worden. Allerdings ist ein Einsatz von Drohnen über Kontinentaleuropa schwer realisierbar und offenbar sehr kostspielig. Nun soll auf Basis der Bombardier Global 6500 diese Aufgaben bei SLÜWA übernehmen, denn seit der Außerdienststellung der Breguet Atlantic SIGINT (Signal Intelligence) im Jahr 2010 besteht dort eine Fähigkeitslücke bei der Luftwaffe. Länder wie beispielsweise die Vereinigten Arabischen Emirate setzen bereits auf umgebaute Global-Geschäftsreiseflugzeug.

Omni Air International, N234AX

Omni Air International, N234AX

Vor exakt einem Jahr war dieses Flugzeug schon mal in Fuhlsbüttel und hob bei strahlendem Sonnenschein über die Startbahn 33 damals ab (wir berichteten). Die Rede ist von N234AX, einer Boeing 767-224ER der amerikanischen Omni Air International. Nun genau auf den Tag genau ein Jahr später kam das zweistrahlige Langstreckenflugzeug erneut an den Hamburger Flughafen. Die Maschine landete am Mittag über die Runway 05. Zuvor war die Boeing vom Fort Worth Alliance Airport (AFW) nahe der Stadt Dalles im US-Bundesstaat Texas gestartet.

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N234AX at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Nach der Landung parkte die mehr als 21 Jahre alte 767 auf der Position 92 auf dem Vorfeld 2. Am Nachmittag setzte der 240-Sitzer dann seinen Weg im Auftrag des United States Transportation Command (eines von elf teilstreitkräfteübergreifenden Vereingten Kampfkommandos der US-Streitkräfte) in Richtung des türkischen Şırnak Şerafettin Elçi Airport (NKT) nahe der syrischen Grenze fort. Ursprünglich war die Boeing seit ihrer Auslieferung am 11. April 2001 an Continental Airlines im regulären Liniendienst. Über United Airlines am 1. Oktober 2010 landete sie am 16. September 2011 in der Flotte der Omni Air International, die ihr die Kennung N234AX gab. Von Juni 2013 bis Oktober 2014 vermietete Omni das Flugzeug erst an Boliviana de Aviación (BoA) und später von Juni 2016 bis September 2016 an Aer Lingus. Seit der Rückkehr am 2. September 2016 fliegt die Boeing 767 ununterbrochen wieder für Omni Air International. Deren drei Boeing 767-200, neun 767-300 und drei 777-200 umfassende Flotte, fliegt in großer Regelmäßigkeit für das United States Transportation Command. Erst vor einigen Tagen war eine andere Maschine der Flotte bereits in Fuhlsbüttel zu Gast (hier gehts zum Artikel).

United States Navy, 16-6695

United States Navy, 16-6695

Auf einem Kurzbesuch war am heutigen Mittag 16-6695 der United States Navy am Hamburger Flughafen zu Gast. Die Boeing 737-7AF oder auch C-40A kam vom Militärflugplatz Sigonella (NSY) südwestlich von Catania auf der italienischen Insel Sizilien nach Hamburg. Dort betreibt die US Navy eine Basis. An Bord gingen rund 20 Passagiere die wenig später wieder in Richtung des ebenfalls italienischen Aeroporto di Napoli-Capodichino (NAP) abflogen.

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16-6695 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

Die heutige auf einer Boeing 737-700 basierende C-40A hob erstmals am 19. September 2010 im amerikanischen Renton (RNT) ab. Am 1. Oktober 2010 wurde sie bereits als 16-6695 an die United States Navy ausgeliefert. Aktuell betreibt die Marine der Vereinigten Staaten von Amerika insgesamt 17 Maschinen dieses Musters.

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