Bombardier

Rayan Aviation, N882SF

Rayan Aviation, N882SF

Eine kleine Rarität landete am heutigen Vormittag in Fuhlsbüttel. Mit N882SF setzte eine Bombardier CRJ-100ER (CL-600-2B19) und somit der kleinste produzierte Bombardier Jet der CRJ-Serie am Hamburger Flughafen auf. Die Maschine der Rayan Aviation kam vom ägyptischen Flughafen Alexandria El Nouzha (ALY) und setzte über die Landebahn 15 in Fuhlsbüttel auf. Nach der Abfertigung auf dem Vorfeld 2 soll die CRJ über die Startbahn 23 wieder in Richtung des saudischen King Abdulaziz International Airport (JED) nahe Dschidda abheben.

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N882SF at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace

So besonders dieser kleine mehr als 25 Jahre alte Jet auch ist, so wenig ist über seinen Betreiber bekannt. Rayan Aviation betreibt N882SF zwar seit September 2020 als einziges Flugzeug der “Flotte”, jedoch sind viele Flugverläufe, gerade im Mittleren Osten, nicht öffentlich einsehbar. Der Name “Rayan Aviation” fungiert dabei lediglich als Briefkastenfirma, Besitzer auf dem Papier ist der rechtliche Treuhänder Bank of Utah in den Vereinigten Staaten – der echte Besitzer bleibt somit im Verborgenen. Ein nicht unübliches Vorgehen, um beispielsweise den echten Eigentümer zu verstecken, ausländischen Besitzern US-Registrierungen („N-Number“) zu ermöglichen oder Sanktionen oder politische Aufmerksamkeit zu vermeiden. Unbestätigten Berichten zu Folge wurde die Bombardier unter anderem gelegentlich für syrische Regierungsflüge genutzt. Der Grund des heutigen Besuchs ist uns allerdings nicht bekannt.

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N882SF at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Ursprünglich war die im kanadischen Montreal Trudeau (YUL) gebaute CRJ-100ER zunächst für einige amerikanische Airlines im regulären Passagierdienst unterwegs, darunter Comair, Delta Connection oder auch Atlantic Southeast Airlines. Nach dem Umbau mit einer VIP Kabine flog das Flugzeug ab Ende November 2013 für mehr als ein Jahr für Nova Airways im Sudan. Ein nicht näher bekannter Nutzer übernahm die Maschine dann im Mai 2015, ehe sie am 19. März 2016 der Bank of Utah zuging.

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Nordseekonferenz in Hamburg

Nordseekonferenz in Hamburg

Sperrungen in der Innenstadt, freigehaltene Kapazitäten am Airport – so eilte der heutigen Nordseekonferenz eine gewisse erwartete Größe voraus. Der 3. Internationale Nordsee-Gipfel findet zum ersten Mal in der Hansestadt statt und lud neben Vertretern einiger Anrainerstaaten der Nordsee auch Delegationen von NATO und Europäischer Union ins Rathaus. Das Ziel ist es, die Nordsee durch den Ausbau von Offshore-Windenergie und Wasserstoffinfrastruktur zum weltweit größten Reservoir für saubere Energie zu machen. Dennoch blieb die große Anreisewelle von Regierungsmaschinen am Hamburger Flughafen aus. So reisten bis Mittag lediglich die niederländische Regierung mit ihrer Boeing 737-700(WL) BBJ (Kennung: PH-GOV), sowie die norwegische Delegation mit einer angemieteten Dassault Falcon 7X (Kennung: OY-VIK) und eine Bombardier Challenger 850 der Air X Charter aus Luxembourg (Registrierung: 9H-BOO) in Fuhlsbüttel an.

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PH-GOV at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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OY-VIK at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Die Regierung Dänemarks bevorzugte den Weg über die Straße, während Vertreter der EU und Belgiens mit einer Linienmaschine der Brussels Airlines anreisten. Sowohl die Boeing 737, als auch die Falcon 7X und die Challenger 850 parkten alle auf dem Vorfeld 2. Dort erwarteten bereits Kolonnen mit Limousinen die hochrangigen Gäste. Am Abend landete mit OO-LUM dann noch die Dassault Falcon 7X der belgischen und mit C-215 eine Bombardier Challenger 604 der dänischen Regierung, mutmaßlich, um ihre Delegationen nicht auf einem Linienflug später am Abend gen Heimat zu befördern.

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OO-LUM at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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C-215 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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9H-BOO at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Air Uniqon, D-AASH

Air Uniqon, D-AASH

Bereits seit einigen Tagen kann man eine neue Airline am Hamburger Flughafen beobachten. Die virtuelle Airline Air Uniqon verbindet nun den Hamburger Flughafen mit dem baden-württembergischen Friedrichshafen (FDH). Dabei greift die im Februar 2025 in der brandenburgischen Provinz gegründete Fluggesellschaft auf die Flotte der Avanti Air und deren beide Bombardier DHC-8-402 Dash 8 Q400 zurück. Verbunden wird die kleine Stadt am Bodensee nicht nur mit Hamburg, sondern auch Düsseldorf (DUS) und Berlin (BER) stehen in der Liste der Ziele der Air Uniqon. Drei mal die Woche haben Reisende nun die Möglichkeit schnell von der Elbmetropole in den Süden Deutschlands zu reisen.

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D-AASH at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Für die Außendarstellung erhielten sowohl D-AASG als auch die heutigen D-AASH beidseitig die Titelschriftzüge von Air Uniqon auf dem Rumpf der Dash 8. Bei schönsten Sonnenschein setzte die mehr als 18 Jahre alte Bombardier am heutigen Nachmittag über die Landebahn 15 auf. Nach der Abfertigung auf dem Vorfeld 1 flog das zweimotorige Flugzeug wieder zurück in Richtung Baden-Württemberg.
D-AASH ist dabei bereits schon etwas in der Welt rumgekommen. So flog der aktuelle 78-Sitzer bereits für die amerikanischen Colgan Air, Continental Connection, United Express, Republic Airlines, sowie für die britische FlyBe und seit dem 28. Januar 2022 für Avanti Air.

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Hensoldt, N657HN

Hensoldt, N657HN

Nachdem bereits vor einigen Tagen mit N637HN die erste Bombardier Global 6000 (BD-700-1A10), die als PEGASUS Plattform zukünftig für die Luftwaffe agieren soll, in Hamburg ankam (wir berichteten), setzte am heutigen Morgen mit N657HN die zweite Maschine auf. Wie auch die erste kam der Jet nach mehrmonatigem Umbau in den USA, an den Standorten Wichita Mid-Continent Airport (ICT) und Telluride Regional Airport (TEX), wieder zurück in die Hansestadt, um sich weiteren Anpassungen bei der Lufthansa Technik (LHT) zu unterziehen. Dazu nutzte die Bombardier die Piste 23 und rollte nach der Landung über den Taxiway T vor die Hallen der LHT.

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N657HN at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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Insgesamt drei dieser modifizierten Global 6000 die als Basis für das PEGASUS-System dienen, flottet die Luftwaffe zeitnah ein und wird sie dem Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ Schleiswig/Jagel zuweisen. PEGASUS steht dabei für “PErsistant German Airborne SUrveillance System” dessen Aufgabe die signalerfassende luftgestützte weiträumige Überwachung und Aufklärung ist. N657HN wird nach der Übernahme durch die deutschen Luftstreitkräfte voraussichtlich die Kennung 14+21 tragen.

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Hensoldt, N637HN

Hensoldt, N637HN

Am 6. April vergangenen Jahres flog die bereits damals N637HN registrierte Bombardier Global 6000 (BD-700-1A10) in der typischen weißen Lackierung der Flugbereitschaft des Bundesministeriums für Verteidigung von Hamburger Flughafen ab (wir berichteten). Seitdem ist viel mit der Maschine im Auftrag der Firma Hensoldt und der Lufthansa Technik passiert. Vornehmlich am Wichita Mid-Continent Airport (ICT) im US-Bundestaat Kansas und zwischenzeitlich am Grand Junction Regional Airport (GJT) im Bundesstaat Colorado wurden umfangreiche Umbauarbeiten an dem Zweistrahler vorgenommen. Denn der Jet wird zukünftig als einer von zweien der Luftwaffe als PEGASUS-Aufklärungssystem dienen, das für die Signalaufklärung (SIGINT) eingesetzt wird. Am heutigen Morgen kehrte die nun grau lackierte Maschine mit etlichen äußeren Anbauteilen für Sensorik und Aufklärung aus den Vereinigten Staaten zurück.

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N637HN at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
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N637HN setzte über die Piste 23 in Fuhlsbüttel auf und rollte nach der Landung vor die Werfthallen der Lufthansa Technik (LHT). Dort werden nun für ein knappes Jahr letzte Arbeiten an dem bald 5 Jahre alten werksneuen Flieger vorgenommen, ehe der Dienst für diese spezielle Global 6000 beginnt. Dabei wird ihre zukünftige Kennung voraussichtlich 14+20 lauten und ihre Basis sich in Norddeutschland befinden. Aktuell ist uns noch nicht final bekannt, ob die Entscheidung auf den Fliegerhorst Hohn (ETNH) oder Jagel (ETNS) gefallen ist, allerdings trägt der Jet vorne am Rumpf neben dem Zusatz “Experimental” auch bereits das Logo des Taktischen Luftwaffengeschwader 51 “Immelmann”. Der Auftrag der zwei Bombardiers ist dabei die aktuellen Lücken in der luftgestützten, weitreichenden und persistenten Signalaufklärung und -überwachung zuschließen.

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