German Navy, 63+02
German Navy, 63+02
Mit der Übernahme der ersten Boeing P-8A Poseidon auf Basis einer modifizierten 737-800 Anfang November letzten Jahres startete der Countdown bis zum Erstbesuch in Fuhlsbüttel. Denn bereits 2021 wurde bekannt, dass die acht bestellten Seefernaufklärungs- und U-Boot-Jagdflugzeuge bei der Lufthansa Technik (LHT) in Hamburg gewartet werden sollen. Mit 63+02 landete so heute die zweite ausgelieferte Poseidon am Hamburger Flughafen und sorgte zugleich für den Erstbesuch einer P-8A. Gestartet war der Zweistrahler von seiner Basis am Fliegerhorst in Nordholz (FCN) nahe Cuxhaven.

6302 at Hamburg – Fuhlsbuettel (Helmut Schmidt)
by Niclas Rebbelmund on netAirspace
Nach der Landung über die Piste 23 rollte die Boeing über den Taxiway T auf das Gelände der LHT und verschwand recht zügig in einer der Hallen. In den kommenden Monaten und auch Jahren wird man die P-8A wohl häufiger in Hamburg zu Gesicht bekommen. Die vom Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ betriebenen Posiedons ersetzen aktuell die mittlerweile außer Dienst gestellten acht Lockheed P-3C Orion, die die Bundeswehr im Jahre 2004 gebraucht gekauft hatte und die zum Zeitpunkt ihrer Indienststellung bereits über 20 Jahre alt waren.
Die Konstruktion der P-8A Poseidon basiert im wesentlich auf der zivilen 737-800. Der Rumpf wurde jedoch verstärkt, um der erhöhten Beanspruchung zu genügen und einen Waffenschacht integrieren zu können. Auch die hochsensiblen Sensoranlagen, deren Antennenanlagen entlang der Rumpfunterseite angebracht wurden sowie die Avionik machten diese Verstärkung notwendig. Die Tragflächen der Konstruktion stammen allerdings von der größeren Boeing 737-900, besitzen keine Winglets und können sogar Waffen tragen.
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