Massenansturm auf A380-Rundflug-Tickets.

Am 25. September veranstaltet die Lufthansa anläßlich des 100. Flughafengeburtstages zwei etwa einstündige Rundflüge mit dem ihrem A380. Die Tickets (ab 39,00 €) wurden heute ab 9 Uhr zum verkauf direkt im Terminal 2 angeboten.

Womit wohl weder die Lufthansa noch der Flughafen Hamburg gerechnet haben: Es gab einen regelrechten Run auf die Tickets. Mehrere tausend Menschen fanden sich – teilweise von weit her angereist – teilweise bereits am Vorabend vor den beiden Ticketschaltern ein. Die Warteschlange reichte zur Öffnung der Schalter quer durch das Terminal bis weit auf die Zufahrtstrasse.

Bei einer so gewaltigen Nachfrage machten sich die allermeisten Interessenten freilich vergebens auf den Weg und mußten enttäuscht und unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Foto: Sven Grimpe

Durch Oneway-Tickets mehr Neukunden

Lufthansa ist es offenbar gelungen, mit ihren innerdeutschen Oneway-Angeboten kräftig Neukunden zu gewinnen. „Das scheint ordentlich zu funktionieren“ sagte der Vorstandsvorsitzende Christoph Franz vor Wirtschaftsjournalisten in Frankfurt. Sollte sich sein erster Eindruck bestätigen, „könne man das dann auch in Europa machen“ so Franz weiter.

Lufthansa bietet seit April auf ihren 41 innerdeutschen Routen mit weit über 3000 Flügen pro Woche Oneway-Tickets für 59€ an. Bis dahin waren Rückflugtickets für 99 € auch für Oneway-Passagiere das preiswerteste Angebot, selbst wenn sie einen Teil Ihres Tickets verfallen ließen. Offiziell heißt es, die Lufthansa habe mit dem neuen Angebot allein auf den bedarf reagiert, denn es gebe Kunden, die Flüge mit anderen Verkehrsmitteln kombinieren wollen. Im Markt wird allerdings auch auf die Konkurrenz anderer Anbieter verwiesen, die Oneway-Tickets schon lämgere Zeit anbieten.

Nach dem Rückzug des Rivalen Air Berlin auf vielen Strecken (unter anderem auch FRA-HAM) will Lufthansa nicht automatisch in die Bresche springen. „Es müsse immer auch eine vernünftige unternehmeerische Perspektive geben. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir Geld verdienen müssen“ urteilte Franz.

 

Sven Grimpe (Quelle: FR mit dpa, Reuters)

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